Mitmach-Aktion: „Ein Cent gegen Nazis“ – Spendenlauf für Menschenrechte +++ Zweiter Zwischenstand: Summe aller Zusagen 11 € pro Nazi +++

Gegen den rechtsextremen "Heßmarsch" am 18. August in Spandau sind breite Proteste geplant. In deren Rahmen setzt Berlin gegen Nazis dem Neonazi-Aufmarsch die niedrigschwellige Mitmachaktion „Ein Cent gegen Nazis“- Spendenlauf für Menschenrechte entgegen. Der unfreiwillige Spendenlauf für Sea-Watch e.V. ist am 07. August gestartet. Bis heute haben über 600 Menschen Cent-Spenden zugesagt und damit beträgt die erste Summe aller Zusagen 11 € pro Nazi. Sollten 1000 Neonazis nach Spandau kommen, kämen somit 11.000 € für Seenotrettung zusammen. (Zwischenstand 13.08.)

Mit Vorabzusagen von mindestens einem Cent pro Nazi sammelt die Aktion Spenden für Sea-Watch e.V. und somit für die bei den Nazis verhasste Seenotrettung von Flüchtlingen. Je mehr Spender_innen sich beteiligen und je mehr Nazis kommen, desto mehr Spenden werden generiert. Jeder Nazi zählt.

Wie die Aktion funktioniert, wird auf der Aktionswebseite www.ein-cent-gegen-nazis.de und auf den Social Media-Kanälen auf Facebook und Twitter ausführlich erklärt.

Die Spendenzwischenstände werden vor und am Aufmarschtag via Social Media kommuniziert und sichtbar in Spandau präsentiert. Im Anschluss an die Zählung der Neonazis am 18. August erhalten alle Spender_innen eine E-Mail mit der errechneten Spendensumme und dem Zahlungsweg an Sea-Watch.

Inspiriert ist diese Mitmachaktion von den Vorgängerversionen der Spendenläufe in Sachsen und Wunsiedel.

 

Vor dem Start von „Ein Cent gegen Nazis“ sagten mehrere Mitgliedsorganisationen des Bündnisses für ein weltoffenes und tolerantes Berlin erste größere Spenden zu und unterstützten den Start des Spendenlauf mit O-Tönen:

Dr. Bertold Höcker, Superintendent Evangelischer Kirchenkreis Berlin Stadtmitte

Aus dem christlichen Menschenbild ergibt sich unser Engagement gegen Ideologien, die Menschenrechte einschränken oder Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung akzeptieren. Wir rufen alle auf, die unsere Ziele unterstützen, sich an der Spendenaktion zu beteiligen.

 

 

 

Sophia Oppermann, Geschäftsführerin von Gesicht Zeigen!

 

Wir wollen keine Nazis in dieser Stadt. Und wenn sie doch marschieren dürfen, dann sollen sie wenigstens etwas Gutes tun. Wir unterstützen den „Spendenlauf“ und rufen alle dazu auf, Gesicht zu zeigen – gegen Rassismus und für ein weltoffenes Deutschland!

 

 

Sonja Staack, stellvertretende Vorsitzende des des DGB Berlin-Brandenburg

 

 Am 18. August wollen wir mit vielfältigen Aktivitäten deutlich machen, dass es auf unseren Straßen keinen Platz für rechte Hetze gibt. Unsere Antwort lautet: Solidarität und Menschlichkeit statt Ausgrenzung und Hetze.

 

 

Katrin Raczynski, Vorstand im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR

 

Berlin ist eine bunte, eine weltoffene und vielfältige Stadt. Hier darf kein Platz sein für Menschenhass. Aus einem Neonazi-Aufmarsch kurzerhand eine Spendenaktion für Menschenrechte zu machen, finden wir daher klasse und machen gerne mit. Das Geld hilft denen, die dringend Hilfe benötigen: Menschen, die sonst im Mittelmeer ertrinken.

 

Alle Berliner_innen können sich beteiligen und damit ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Seenotretter_innen im Mittelmeer senden, die Menschenrechte durch ihr Engagement  praktisch umsetzen. Und dies angesichts eines rechtsextremen Großaufmarsches, dessen Zweck NS-Verherrlichung ist und in letzter Konsequenz die Negation von Menschenrechten bedeutet. Jetzt Cent-Spender_in werden!