Kalender

Mrz
2
Di
“Werde ich hier leben können?” Migrantische Erfahrungen im ostdeutschen Umbruch @ online: RLS Sachsen
Mrz 2 um 18:00 – 20:00

Informationen der Veranstaltenden:

mit Dr. Carsta Langner (Historikerin) und N.N. (Aktivistin der Initiative 12. August)

Zugang und Anmeldung unter www.sachsen.rosalux.de

In jüngster Vergangenheit widmen sich verstärkt Forschungsprojekte und Aktivist*innen jenen menschlichen Erfahrungen im ostdeutschen Umbruch, die als ‚migrantisch‘ bezeichnet werden. Doch welche Menschen meinen wir, deren Lebensgeschichte als migrantisch gelten; und wie können deren Erfahrungen rekonstruiert werden? Mit dem Fokus auf 1990 – dem letzten Jahr der DDR – soll im Vortrag gefragt werden, welche (historischen) Quellen uns zu Verfügung stehen, um die Ambivalenzen, Brüche & Widersprüche menschlicher Leben zu beschreiben, die als migrantische gelten.

Die Perspektive der Initiative 12. August, die an die beiden Todesfälle in Merseburg 1979 erinnert, zeigt die Verbindung zwischen politischem Engagement und Erinnerungsarbeit heute.

Mrz
5
Fr
Mahnwache Omas gegen Rechts Berlin @ Weltzeituhr
Mrz 5 um 15:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Die Mahnwache der OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Eine Oma wie Euch braucht jedes Kind, ruft uns eine vorbeigehende Mama zu, als wir am im Juni am Alexanderplatz an der Weltzeituhr stehen.

Mancher Passant hebt einfach den Daumen und lächelt uns an. Und diese Daumen sind nicht blau wie die bei Facebook, sondern echt!

Einer Junger Mann will seinen RAP mit uns machen und fragt höflich, ob er darf. Dass wir den Text seines RAPs verstehen, das wundert ihn, dass er unseren versteht – er bekommt einen unserer Flyer – das freut uns.

Ein junger Mann aus Syrien erzählt uns über seinen Werdegang in Deutschland, erst hat er die Schule abgeschlossen, dann gelernt, inzwischen arbeitet er. Er bedankt sich, dass wir auch für ihn hier stehen.

Rechts und links, da gäbe es doch gar keinen Unterschied meint einer, ein langes Gespräch mit zwei unserer Omas entwickelt sich.

Unsere Schilder sind weithin sichtbar – daran sind wir erkennbar.

Wir mahnen! Unsere unterschiedlichen Erfahrungen haben uns das Gleiche gelehrt: Wir müssen uns dafür einsetzen, dass unsere Kinder und unsere Enkel und auch deren Kinder und Enkel einen lebenswerten Planeten vorfinden. Zu Solidarität, Verantwortung und Vielfalt gibt es keine Alternative.

Wir sind keine stille Mahnwache.

Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie rechte Kräfte unsere Gesellschaft weiter verändern.

Wir wollen nicht hinnehmen, dass die Sprache verroht und jede gesellschaftspolitische Debatte vergiftet wird.

Wir wünschen uns eine offene, bunte und vielfältige Gesellschaft. Wir setzen uns ein für Gleichberechtigung und Solidarität.

Wir mischen uns ein, wir reden mit Euch und freuen uns auf interessante Gespräche!

Kommt vorbei!

Bis bald

Mahnwache der OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

 

Während der Pandemie findet die Mahnwache mit reduzierter Teilnehmedenzahl und unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln sowie mit MNS statt.

TennisTalk (2): Kein Platz für Diskriminierung? @ Facebook:Tennis Borussia Berlin
Mrz 5 um 19:02
TennisTalk (2): Kein Platz für Diskriminierung? @ Facebook:Tennis Borussia Berlin

Informationen der Veranstaltenden:

In unserer Auftaktveranstaltung hat uns Jörg Pochert alias @Captain Klobasa Einblicke in die internationale Welt des Groundhoppings gegeben. Im nächsten TennisTalk werden wir uns – mit freundlicher Unterstützung von Gesellschaftsspiele e.V. und Quartiermeister – Themen widmen, die sich auch vor unserer eigenen Haustüre abspielen.

TeBe versteht sich als Verein, der sich jeglicher Form von Diskriminierung entgegenstellt. Was bedeutet das aber im Klartext? Im vergangenen Jahr hat der Verein zwei Entscheidungen getroffen, die dieses Bestreben konkretisieren. Im Oktober haben Borussia Dortmund und Tennis Borussia als erste Fußballvereine in Deutschland die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) angenommen. Seitdem sind weitere Clubs dem Beispiel gefolgt. Im November hat TeBe dann entschieden, den Schriftzug “Black Lives Matter” auf den lila-weißen Trikots anzubringen. Die Entscheidung, sich mit mit der Bewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt zu solidarisieren, wurde von unseren Spielern mitgetragen. TeBe-Stürmer Nathaniel Amamoo merkte aber bereits bei der Bekanntmachung an: „Es reicht aber nicht aus, einmal kurz zu protestieren. Damit sich etwas verändert, müssen wir da dauerhaft dranbleiben.”

Mit der kommenden Veranstaltung unter dem Motto “Kein Platz für Diskriminierung?” möchten wir einen weiteren Schritt in diesem Prozess gehen. Wir wollen uns am Freitag, dem 5. März, drei Fragen widmen: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Was können wir tun?

Zwei Gäste haben wir dafür eingeladen: Hamid Mohseni von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin und Luis Engelhardt, der bei Makkabi Deutschland e.V. das Projekt “Kein Platz für Antisemitismus” leitet.

Die Veranstaltung wird über unsere Facebook-Seite live gestreamt, sodass auch Fragen aus dem Publikum gestellt werden können. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Wir freuen uns aber, wenn uns jeder Zuschauer und jede Zuschauerin mit dem Kauf eines oder vieler Soli-Tickets unterstützt. Mehr Infos finden sich unter http://tebe.de/10000tebefans

Wir freuen uns wie immer auf anregende Gespräche!

Mrz
6
Sa
Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander – gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit @ Spandauer Markt
Mrz 6 um 11:00 – 12:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Jeden ersten Samstag im Monat…

Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander –
gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

An jedem ersten Sonnabend im Monat von 11-12 Uhr  stehen Menschen auf dem Spandauer Markt ein für Toleranz und ein friedliches Miteinander, gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Sie suchen das Gespräch, parieren kritische Fragen und mahnen „Flüchtlinge willkommen heißen“!

Kommen Sie auch!

Verschwörungsmythen – Argumentieren? Intervenieren! Workshop zum Umgang mit Verschwörungserzählungen @ online: RLS Hamburg
Mrz 6 um 13:00 – 16:00

Informationen der Veranstaltenden:

Wir kennen sie alle, die Auseinanderetzungen im Zusammenhang mit der Covid-Pandemie. ‚Jede Grippewelle sei gefährlicher als Covid‘; ‚Masken nützen nichts‘; ‚Ich lasse mich nicht impfen, denn man wisse ja, wer dahinter steckt‘. Von harmlos anmutenden Sätzen bis hin zu beinharten rassistischen und antisemitischen Verschwörungserzählungen gibt es davon eine breite Palette an „Argumenten“.

Wenn Unbekannte das sagen oder in den Sozialen Medien Verschwörungserzählungen verbreiten, fällt es uns relativ leicht, dem etwas entgegen zu setzen. Aber wenn uns nahestehende, nette Menschen aus der Familie, die langjährige Freundin oder der solidarische Arbeitskollege solche Thesen verbreiten, fällt es uns meistens sehr schwer, damit umzugehen.

Wer versucht, dagegen zu argumentieren, steht plötzlich ‚auf der anderen Seite‘, wird zum ‚Schlafschaf‘ oder ‚Systemling‘. Die Worte werden im Mund umgedreht und kaum für möglich gehaltene ‚alternative Fakten‘ machen uns die Auseinandersetzung kaum möglich. Wir wechseln oftmals lieber das Thema, als das Gespräch und die Auseinandersetzung weiter zu führen.

Dieser Online-Workshop soll deshalb in den drei Stunden (mit Pausen) dazu dienen, um gemeinsam Wege und Möglichkeiten zu erarbeiten, wie wir besser mit Verschwörungserzählungen im eigenen Umfeld, im sozialen Nahbereich umgehen können. Wie wir intervenieren können. Der Workshop kann und soll keine Beratung ersetzen, aber bei der Positionierung unterstützen. Gerne können die Teilnehmenden „eigene Fälle“ einbringen, an denen dann beispielhaft gearbeitet werden kann.

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

> Die Gesprächsrunde findet im digitalen Raum statt. Wir bitten deshalb um Anmeldung zur Veranstaltung bis Dienstag, den 04.03.21., 15 Uhr per E-Mail über anmeldung@rls-hamburg.de. Bitte Namen, ggfs. die Einrichtung und Wohnort angeben. Deine Anmeldung wird registriert. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken wir am Tag der Veranstaltung an alle Angemeldeten per E-Mail

> Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Fragen und Anmerkungen können auch über die Chat-Funktion eingebraucht werden und sind herzlich willkommen.

> Zur Durchführung nutzen wir das Programm ZOOM. Für die Verwendung der Software ZOOM übernimmt die Rosa Luxemburg Stiftung keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien können hier https://https//zoom.us/de-de/privacy.htmleingesehen werden.

> Die Veranstaltung ist bereits 10 Minuten vor Beginn geöffnet. Nutzt diese Zeit gerne, um euch entspannt einzuloggen und euch ein wenig mit dem Programm vertraut zu machen.

> Die bei der Anmeldung erhobenen Daten werden gemäß Bundesdatenschutzgesetz und DSGVO vertraulich behandelt und dienen ausschließlich dem Zweck, Sie / Dich weiterhin über die Arbeit der RLS Hamburg zu informieren. Selbstverständlich haben Sie das Recht auf unentgeltliche Auskunft, Berichtigung, Sperrung oder Löschung Ihrer personengebundenen Daten, soweit dem keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht. Für die Veranstaltung gelten die Datenschutzbestimmungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Mrz
11
Do
Wurzelrassen und Karma – Kritische Einführung in die Welt der Anthroposophie @ online: RLS Baden-Württemberg
Mrz 11 um 19:00 – 21:00

Informationen der Veranstaltenden:

Vortrag/Diskussion mit Peter Bierl ( Autor von «Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik»)

Hautcreme für Babypopos von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, und die Waldorfschule basieren auf der Anthroposophie. Derer Gründen präsentierte sich als Hellseher und wurde von Anhängern als «Menschheitsführer» und Wiedergeburt von Aristoteles verehrt. Rudolf Steiner war überzeugt, dass nur die «weiße Rasse» am Geiste schafft, während Schwarze überhitzte Triebwesen seien und Juden zersetzend wirkten. In der Welt der Anthroposophen spuken Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister, finden sich Versatzstücke aus Buddhismus, Hinduismus und Christentum vermischt mit Darwinismus und Kulturpessimismus.

Anthroposophen erklärten die Reaktorkatastrophe in Fukushima als karmischen Ausgleich. Zur Corona-Pandemie schreibt Christoph Hueck: «Wenn ich sterbe, werde ich viel bewusster und freier werden.» Die Qualen der Opfer werden spirituell veredelt, «aus anthroposophischer Sicht kann Leiden als ein tiefer karmischer Entwicklungsimpuls verstanden werden.» Auch die Waldorfpädagogik basiert auf der Vorstellung von Reinkarnation und Karma. Waldorflehrer werden nach den Ideen Steiners ausgebildet. In einem Buch, das zur Unterrichtsvorbereitung empfohlen wurde, heißt es: «Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden.»

Peter Bierl ist freier Journalist und Autor von „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik“ (2005). Zuletzt sind von ihm „Die Revolution ist großartig – Was Rosa Luxemburg uns heute noch zu sagen hat“, (2020), „Keine Heimat nirgendwo – eine Kritik der linken Heimatliebe“ (2020) sowie „Einmaleins der Kapitalismuskritik“ (2018) erschienen.

Veranstaltung von INPUT Tübingen im Rahmen des Jugendbildungsprogramms