Kalender

Jun
20
So
TOUR 5 – WEGMARKEN. WIDERSTAND. WEISSENSEE. @ Glockenturm der Stephanus-Stiftung
Jun 20 um 13:30 – 16:30

Informationen der Veranstaltenden:

Wenn wir durch unseren Stadtteil Weißensee gehen, begegnen wir Gedenktafeln an Häusern. Wir stoppen beim Hasten durch die Straßen, wenn vor uns ein Stolperstein im Straßenpflaster aufblitzt. Mit Überraschung nehmen wir an uns eigentlich ganz vertrauten Ecken Denkmale oder Gedenkschaukästen wahr, die uns ansprechen wollen.

Straßennamen, Denkmale, die jüdischen Friedhöfe, Industrieruinen, soziale Einrichtungen, Schulen – sie alle können und wollen uns Geschichten erzählen. Besondere Geschichten von Menschen, die sich aufgelehnt haben. Aufgelehnt gegen Nationalsozialismus, gegen Diskriminierung und Existenzvernichtung. Vielleicht wohnten diese besonderen Menschen bei Ihnen nebenan?

Unser Spaziergang durch Weißensee soll Sie einladen, diese Zeugnisse der Geschichte näher zu erkunden und ins Gespräch zu kommen. Im Gespräch wollen wir dann eine Brücke schlagen. Eine Brücke ins Heute. Wo nehmen wir heute Diskriminierungen in unserem öffentlichen Lebensraum wahr? Wo begegnen uns strukturelle Formen der Diskriminierung? Welches Bewusstsein haben wir über unsere Vorurteile? Was können wir tun, damit über Vielfalt in unserem Stadtteil nicht nur gesprochen, sondern diese jeden Tag wirklich gelebt wird?

Wir, als Bürger*innen aus Weißensee, haben recherchiert und für Sie eine Tour zusammengestellt.

Der Spaziergang beginnt am Glockenstuhl der Stephanus-Stiftung. Wir hören und besichtigen Geschichten von Menschen der Bekennenden Kirche. Über die ehemalige Israelitische Taubstummenanstalt und die Widerstandsgeschichte der Kinder der „Weltlichen Schule“ wandern wir zum Denkmal der antifaschistischen Widerstandskämpfer am Weißen See. Politische Widerstandskämpferinnen, Zivilcourage und antirassistische Kämpfe heute bringen wir miteinander ins Gespräch. Anschließend lädt die Pfarrkirche zu einer Verschnaufpause mit Kaffee ein und stellt ihr Engagement für Menschen im Stadtteil vor. Abschließend begeben wir uns mit Augenmerk auf die Zivilcourage in Weißensee per Straßenbahn und einem kurzen Fußmarsch zum Jüdischen Friedhof. Hier klingt der Spaziergang mit einem beeindruckenden Zeugnis jüdischen Wirkens in der Zeit des Nationalsozialismus aus.

Jun
22
Di
Es war doch so ein schöner Sommertag @ Bebelplatz
Jun 22 um 17:00 – 22:00

Informationen der Veranstaltenden:

Der Überfall der faschistischen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22.6.1941
Kundgebung | 22. Juni 2021 auf dem Bebelplatz von 17 bis 22 Uhr

Vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941, begann der deutsche Eroberungs-, Vernichtungs- und Raubkrieg gegen die Sowjetunion.

Für die Nachfolgestaaten Russland, Ukraine und Weißrussland bleibt der 22. Juni ein fortdauernder Gedenktag. Er ist im Gedächtnis der Menschen tief verankert.Während der 8. Mai als Tag der Befreiung eine zunehmend deutschlandweite Resonanz erfahren hat, ist der 22. Juni als Gedenk- und Erinnerungstag kaum bekannt. So wird auch in diesem Jahr in Berlin keine staatliche Gedenkfeier stattfinden. Der Präsident des Deutschen Bundestages hat die Anregung der Linksfraktion abgelehnt, am 22. Juni aus Anlass des 80. Jahrestages eine Gedenksitzung im Bundestag anzuberaumen.

Die Berliner VVN-BdA wird gemeinsam mit der Berliner Geschichtswerkstatt und weiteren zivilgesellschaftlichen Gruppen am 22. Juni 2021 auf dem Bebelplatz von 17 bis 22 Uhr an den Überfall auf die Sowjetunion und die damit verbundenen Verbrechen erinnern.

Auf dem Bebelplatz werden/wird

– Dora Paley und Dr. Leonid Beresin, zwei Überlebende der Blockade von Leningrad, berichten aus ihrer Kindheit während der 800tägigen Hungerblockade der Nazi-Armee.

– Anke Plener interviewt ihre Mutter Ulla und Herbert Stein. Die beiden Zeitzeugen erlebten den 22. Juni 1941 in Iwanowo. Dort besuchten sie die russische Schule und wohnten im internationalen Kinderheim.

– Dr. Peter Jahn beteiligt sich mit einem Redebeitrag. Er war von 1995 bis 2006 Leiter des deutsch-russischen Museums in Karlshorst und setzt sich für einen Ort der Erinnerung an die Opfer der NS-Lebensraumpolitik in Osteuropa ein.

– Die Berliner Geschichtswerkstatt wirft Schlaglichter auf den Weltanschauungskrieg der Nazis, das Kriegsgeschehen in der Sowjetunion und die Bilanz des Krieges in Zahlen.

– eine Ausstellung zur Zwangsarbeit in einer kleinen Berliner Wohnsiedlung gezeigt.
Zwischen den Beiträgen werden Musiker*innen mit jiddischer und jüdischer Musik, dem Lied „Meinst du die Russen wollen Krieg“ und weiteren russischen und deutschen Liedern auftreten. Vertreten sind u. a. Gina Pietsch und Bardo Henning, Suzanna, Caro sowie die Gruppen Lyra und Querbeet.

Jun
23
Mi
Online-Workshop zum Thema Antiziganismus in der Gesellschaft @ Amaro drom e.V./online
Jun 23 um 17:00

Informationen der Veranstaltenden:

 

Am 23. Juni um 17 Uhr findet im Rahmen unserer digitalen Sommer-Veranstaltungsreihe der Online-Workshop zum Thema Antiziganismus in der Gesellschaft unter der Leitung von Guillermo Ruiz statt. Alle Personen, die an der Teilnahme interessiert sind, können sich zum Workshop bis 22. Juni unter dem folgenden Link anmelden:
Wir freuen uns auf eure zahlreiche Teilnahme!
Jun
24
Do
#diewelle2020 @ GRIPS Hansaplatz
Jun 24 um 19:30

Informationen der Veranstaltenden:

in einer GRIPS-Fassung und Übersetzung von Jochen Strauch nach Motiven des Romans „Die Welle“ von Todd Strasser (Morton Rhue)

  • »Ihr meint also, eine Diktatur wäre in Deutschland nicht mehr möglich?« – »Auf keinen Fall! Dafür sind wir viel zu aufgeklärt.«

Eine Geschichtslehrerin arbeitet zum Thema Faschismus. Die Schüler*innen verstehen nicht, warum die deutsche Mehrheit die Verbrechen der Nationalsozialisten schweigend und tatenlos mit angesehen hat. Sie startet ein simples Experiment, indem sie die Klasse mit Übungen in Disziplin und hierarchischem Verhalten zu stärkerer Verbundenheit eint, in der Gruppe Gemeinschaftssinn durch Symbole und Parolen stiftet. Die Verführbarkeit durch faschistisches Gedankengut gewinnt erst spielerisch, dann immer radikaler die Oberhand. Das Experiment entgleitet.

Heute ist die Welt aufgeklärt und sicher. Oder? Populismus, Xenophobie, Autokratien, Trump, Putin und Bewegungen wie die Identitären oder die Rassemblement National schüren in ganz Europa unter dem Deckmantel großer Gefahren von außen eine althergebrachte Angst, die sich mit bekannten Codes in neuen Worten präsentiert.

Das reale Experiment »The third wave« des kalifornischen Highschool-Lehrers Ron Jones, das 1981 als weltweit erfolgreicher Roman »The Wave« von Todd Strasser (Morton Rhue) jahrzehntelang Schullektüre war, wirft unter den aktuellen politischen Umständen alte Fragen neu auf: Was gibt es einer Gruppe, sich einer anderen gegenüber überlegen zu fühlen? Wer ist drin und wer ist draußen? Wer hinterfragt? Wer kämpft für was und wer schaut zu? Braucht es letztlich nur entsprechend viele schweigende Zuseher*innen, um Demokratie zu gefährden? Welche Rolle spielt das Internet dabei? Und: Auf welcher Seite stehst Du?

Die Nachgespräche finden mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus statt.

Jun
25
Fr
#diewelle2020 @ GRIPS Hansaplatz
Jun 25 um 19:30

Informationen der Veranstaltenden:

in einer GRIPS-Fassung und Übersetzung von Jochen Strauch nach Motiven des Romans „Die Welle“ von Todd Strasser (Morton Rhue)

  • »Ihr meint also, eine Diktatur wäre in Deutschland nicht mehr möglich?« – »Auf keinen Fall! Dafür sind wir viel zu aufgeklärt.«

Eine Geschichtslehrerin arbeitet zum Thema Faschismus. Die Schüler*innen verstehen nicht, warum die deutsche Mehrheit die Verbrechen der Nationalsozialisten schweigend und tatenlos mit angesehen hat. Sie startet ein simples Experiment, indem sie die Klasse mit Übungen in Disziplin und hierarchischem Verhalten zu stärkerer Verbundenheit eint, in der Gruppe Gemeinschaftssinn durch Symbole und Parolen stiftet. Die Verführbarkeit durch faschistisches Gedankengut gewinnt erst spielerisch, dann immer radikaler die Oberhand. Das Experiment entgleitet.

Heute ist die Welt aufgeklärt und sicher. Oder? Populismus, Xenophobie, Autokratien, Trump, Putin und Bewegungen wie die Identitären oder die Rassemblement National schüren in ganz Europa unter dem Deckmantel großer Gefahren von außen eine althergebrachte Angst, die sich mit bekannten Codes in neuen Worten präsentiert.

Das reale Experiment »The third wave« des kalifornischen Highschool-Lehrers Ron Jones, das 1981 als weltweit erfolgreicher Roman »The Wave« von Todd Strasser (Morton Rhue) jahrzehntelang Schullektüre war, wirft unter den aktuellen politischen Umständen alte Fragen neu auf: Was gibt es einer Gruppe, sich einer anderen gegenüber überlegen zu fühlen? Wer ist drin und wer ist draußen? Wer hinterfragt? Wer kämpft für was und wer schaut zu? Braucht es letztlich nur entsprechend viele schweigende Zuseher*innen, um Demokratie zu gefährden? Welche Rolle spielt das Internet dabei? Und: Auf welcher Seite stehst Du?

Die Nachgespräche finden mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus statt.

Jun
26
Sa
#diewelle2020 @ GRIPS Hansaplatz
Jun 26 um 19:30

Informationen der Veranstaltenden:

in einer GRIPS-Fassung und Übersetzung von Jochen Strauch nach Motiven des Romans „Die Welle“ von Todd Strasser (Morton Rhue)

  • »Ihr meint also, eine Diktatur wäre in Deutschland nicht mehr möglich?« – »Auf keinen Fall! Dafür sind wir viel zu aufgeklärt.«

Eine Geschichtslehrerin arbeitet zum Thema Faschismus. Die Schüler*innen verstehen nicht, warum die deutsche Mehrheit die Verbrechen der Nationalsozialisten schweigend und tatenlos mit angesehen hat. Sie startet ein simples Experiment, indem sie die Klasse mit Übungen in Disziplin und hierarchischem Verhalten zu stärkerer Verbundenheit eint, in der Gruppe Gemeinschaftssinn durch Symbole und Parolen stiftet. Die Verführbarkeit durch faschistisches Gedankengut gewinnt erst spielerisch, dann immer radikaler die Oberhand. Das Experiment entgleitet.

Heute ist die Welt aufgeklärt und sicher. Oder? Populismus, Xenophobie, Autokratien, Trump, Putin und Bewegungen wie die Identitären oder die Rassemblement National schüren in ganz Europa unter dem Deckmantel großer Gefahren von außen eine althergebrachte Angst, die sich mit bekannten Codes in neuen Worten präsentiert.

Das reale Experiment »The third wave« des kalifornischen Highschool-Lehrers Ron Jones, das 1981 als weltweit erfolgreicher Roman »The Wave« von Todd Strasser (Morton Rhue) jahrzehntelang Schullektüre war, wirft unter den aktuellen politischen Umständen alte Fragen neu auf: Was gibt es einer Gruppe, sich einer anderen gegenüber überlegen zu fühlen? Wer ist drin und wer ist draußen? Wer hinterfragt? Wer kämpft für was und wer schaut zu? Braucht es letztlich nur entsprechend viele schweigende Zuseher*innen, um Demokratie zu gefährden? Welche Rolle spielt das Internet dabei? Und: Auf welcher Seite stehst Du?

Die Nachgespräche finden mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus statt.