Kalender

Aug
24
Sa
Sportfest zum Tag der Integration @ Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Aug 24 um 12:00 – 18:00
Sportfest zum Tag der Integration @ Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark

Informationen der Veranstalter_innen:

„Sportbunt – Vereine leben Vielfalt“ und „Integration durch Sport“ richten wieder das 2. Sportfest zum Tag der Integration aus. Die Veranstaltung wird am Samstag, den 24.08.2019 auf den Anlagen des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks stattfinden.

Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren sich viele der im Programm geförderten Stützpunktvereine, Kooperationspartner und weitere engagierte Berliner Sportvereine mit einem vielfältigen Sport- und Mitmachangebot. Parallel wird es ein großes Rahmenprogramm geben, Infostände von Initiativen, die sich aktiv im Bereich interkulturelle Öffnung und Austausch engagieren und vieles mehr.

Das Sportfest richtet sich an alle Menschen, die gerne neue Sportarten entdecken und ausprobieren möchten.

Kontaktdaten:
Frau Sabrina Hampe (Sportbunt): shampe@lsb-berlin.de / 030-555 253 56
Frau Mareike Korb (Integration durch Sport): ids@lsb-berlin.de / 030-300 985 20

Mehr Infos: https://sportbunt.de/aktuelles/news/details/artikel/100-tage-bis-zum-2-sportfest-zum-tag-der-integration/

Aug
25
So
6. Umbenennungsfest für die Berliner M-Straße @ Hausvogteiplatz
Aug 25 um 13:00 – 16:00
6. Umbenennungsfest für die Berliner M-Straße @ Hausvogteiplatz

Informationen der Veranstalter_innen:

Anlässlich des Internationalen Tages zur Erinnerung an den Versklavungshandel und an seine Abschaffung (23. August) fordern wir – nun schon zum sechsten Mal – die noch immer ausstehende Umbenennung der kolonialrassistischen M*straße in Berlin.

Der Gedenktag und unsere Feier beziehen sich auf den Jahrestag der Schwarzen Revolution von Haiti am 23. August 1791. Wir wollen Euch u.a. den ersten Schwarzen Akademiker in Deutschland und Preußen, ANTON WILHELM AMO (geb. 1703 in Ghana, lehrte u.a. an der Uni Halle) vorstellen, den wir als neuen Namensgeber der Straße vorschlagen.

Seid dabei, bringt Freund*innen, Familie und die Sonne mit: es gibt tolle Musik und Poetry!

Programm und Sprecher*innen folgen.

+++ENGLISH+++

On the occasion of the International Day for the Remembrance of the Slave Trade and its Abolition (23 August) we demand – now for the sixth time – the still pending renaming of the colonial racist M*straße in Berlin.

The commemoration day and our celebration refer to the anniversary of the Black Revolution of Haiti on August 23, 1791. We would like to introduce to you the first African born academic in Germany and Prussia, ANTON WILHELM AMO (born 1703 in Ghana, teaching at the University of Halle, Jena and Wittenberg), whom we propose as the new name giver of the street.

programm and speakers: tba

Aug
26
Mo
Kleine Germanen @ Lichtblick-Kino Berlin
Aug 26 um 20:00 – 23:00
Kleine Germanen @ Lichtblick-Kino Berlin

Informationen der Veranstalter_innen:

Deutschland 2018, Regie: Mohammad Farokhmanesh, Frank Geiger 90 min

In einer ungewöhnlichen Verbindung aus Dokumentaraufnahmen und Animation beleuchtet der Film ein kaum aufgearbeitetes Problem unserer Gesellschaft, das mit Blick auf die rechten Gewaltausschreitungen der letzten Zeit aktueller denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach dogmatischen Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden.
Der Dokumentarfilm blickt aber auch über die traditionellen Strukturen rechtsextremer Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist. Die Animationsgeschichte zieht sich als „roter Faden“ durch den Film und erzählt das tragische Leben der persönlich betroffenen Elsa nach: Als Kind hat sie mit dem geliebten Opa Soldat gespielt. Mit ausgestrecktem rechten Arm hat sie „Für Führer, Volk und Vaterland!“ gerufen und war ganz stolz darauf. Heute blickt sie auf eine Kindheit zurück, die auf Hass und Lügen gebaut war und versucht zu verstehen, was diese Erziehung aus ihr und ihren eigenen Kindern gemacht hat.

Anschließend Gespräch mit Co-Regisseur Mohammed Farokhmanesh und Anna Müller Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus MBR Berlin. Moderation: Axel Bussmer (Journalist, Humanistische Union Berlin-Brandenburg).

Aug
28
Mi
Ausstellungseröffnung »Erinnerung bewahren« @ Auswärtiges Amt (Lichthof)
Aug 28 um 12:00 – 13:30
Ausstellungseröffnung »Erinnerung bewahren« @ Auswärtiges Amt (Lichthof)

Informationen der Veranstalter_innen:

Schätzungsweise 2.000 Massenerschießungsstätten befinden sich allein auf dem Gebiet der heutigen Ukraine. In abgelegenen Schluchten und Wäldern, mitten auf Feldern, in ehemaligen Panzergräben oder Sandgruben waren zwischen 1941 und 1944 ganze jüdische Gemeinden oft innerhalb weniger Tage ausgelöscht worden. Auch Roma, sowjetische Kriegsgefangene und Patienten wurden Opfer deutscher Mordkommandos.
Hunderte Massengräber sind bis heute unmarkiert, ungeschützt und verwahrlost. Das Projekt Erinnerung bewahren – Захистимо пам’ять – gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und getragen von der StiftungDenkmal für die ermordeten Juden Europas – gestaltet 15 Gedenk- und Informationsorte für ermordete Juden und Roma in zwölf Gemeinden, die 2019 der Öffentlichkeit übergeben werden.

PROGRAMM

Begrüßung
Heiko Maas, Minister des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland

Grußwort
S. E. Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine in Deutschland

Einführung
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Moderation
Michaela Küchler, Sonderbeauftragte für Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusbekämpfung im Auswärtigen Amt

Um Anmeldung bis 23. August 2019 unter veranstaltungen [at] stiftung-denkmal.de oder Tel. 030-26 39 43-11 wird gebeten. Bitte planen Sie Zeit für die Sicherheitskontrolle ein.

Aug
29
Do
Gedenkkundgebung für Günter Schwannecke @ Günter-Schwannecke-Spielplatz
Aug 29 um 18:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Aufruf zur Gedenkkundgebung: Niemand ist vergessen!

Wir rufen auf, an der Gedenk-Kundgebung für Günter Schwannecke, Berliner Kunstmaler und ein Todesopfer rechter Gewalt, anlässlich seines 27. Todestages teilzunehmen.

Das Gedenken findet am 29. August 2019, ab 18.00 Uhr, auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz (Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße), in Berlin-Charlottenburg statt. Wir bitten darum, Blumen mitzubringen.

Wir erinnern an Günter Schwannecke und die Umstände seines gewaltsamen Todes. Wir werden den Fall weiterhin recherchieren, aufarbeiten und politisch aufklären und öffentlich darüber informieren.

Wir erreichten bereits die staatliche Anerkennung Günter Schwanneckes als Todesopfer rechter Gewalt. Wir wollen, dass alle Todesopfer rechter Gewalt endlich diese Anerkennung erfahren.

Wir fordern, angesichts zunehmender Obdachlosigkeit ein Ende von Verdrängung und Wohnungsnot in Berlin sowie Schutz für Menschen ohne Wohnung.

Wir fordern, dass das Umfeld der Neonazi-Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ in Berlin endlich parlamentarisch aufgeklärt wird.

Günter Schwannecke war ein bekannter und für gesellschaftliche Veränderung engagierter Kunstmaler. Im Sommer 1992 war er wohnungslos. Er verbrachte mit dem Künstler Hagen Knuth den Abend des 29. August an dem Spielplatz. Sie beobachteten die Neonazis Norman Z. und Hendrik J., die dort Menschen mit Migrationsgeschichte rassistisch beleidigten und zu vertrieben. Günter Schwannecke und Hagen Knuth bewiesen Zivilcourage und mischten sich ein. Z. schlug mit einem Baseballschläger auf beide ein. Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den schweren Verletzungen. Er musste sterben, weil er Zivilcourage gezeigt hatte. Günter Schwannecke ist eines der mindestens 200 Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990 und erfuhr erst 2018 staatliche Anerkennung. Z. war Anfang der 1990er in der Berliner Skinheadszene. Er hatte enge Kontakte in das spätere Umfeld der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“.

Eröffnung: Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben. @ Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Aug 29 um 19:00 – 21:00
Eröffnung: Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben. @ Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Informationen der Veranstalter_innen:

Holocaust und Zwangsarbeit in Galizien

Vor 80 Jahren, am 1. September 1939, begann mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. Im Distrikt Galizien, der zuerst sowjetisch und ab 1941 deutsch besetzt war, lebten über 500.000 Jüdinnen und Juden. Fast alle wurden von den Deutschen ermordet.

Die Ausstellung zeigt die deutsche Besatzungspolitik gegenüber der jüdischen Bevölkerung in Galizien: einzelne Pogrome, die Bildung von Ghettos, Verschleppung in das Vernichtungslager Bełżec sowie Zwangsarbeit in Lagern. Dort beuteten die Deutschen die jüdischen Arbeitskräfte aus, Tausende kamen bei der Arbeit ums Leben – zugleich konnte ein Arbeitsplatz zeitweise vor der Deportation in den Tod schützen.

Die Darstellung folgt dem Schicksal des Holocaust-Überlebenden Józef Lipman und den Rettungsversuchen einzelner Helfer, insbesondere von Berthold und Else Beitz sowie von Donata und Eberhard Helmrich. Sie konnten einige Menschen vor dem Tod bewahren.
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A Tale of Extermination and Survival. Holocaust and Forced Labour in Galicia

80 years ago, on 1 September 1939, the Second World War began with the German attack on Poland. More than 500,000 Jews lived in the Galicia district, which was first occupied by Soviets and then by Germans in 1941. Almost all were murdered by the Germans.

The exhibition shows the German occupation policy towards the Jewish population in Galicia: individual pogroms, the formation of ghettos, deportation to the extermination camp Bełżec and forced labor in camps. There the Germans exploited the Jewish workers, thousands lost their lives at work – at the same time a workplace could temporarily protect them from deportation to death.

The presentation follows the fate of Holocaust survivor Józef Lipman and the rescue attempts of individual helpers, in particular Berthold and Else Beitz as well as Donata and Eberhard Helmrich. They were able to save some people from death.

Begrüßung/ Welcome: Dr. Christine Glauning
Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Grußwort/ Welcome: Dr. Dagmar Pruin
Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF)

Rückblick: Die Rettungsinitiativen meiner Eltern/
Looking back: The rescue initiatives of my parents
Cornelia Schmalz-Jacobsen
Zeitzeugin

Einführung/ Introduction: Klaus Hasbron-Blume
Kurator der Ausstellung

Im Anschluss findet ein Empfang statt.

Gern mit Anmeldung: veranstaltung-sw(at)topographie.de oder 030-6390 2880

Foto: Józef Lipman and his Cousine Rozia Grünspan, 1939. Both survived.