Kalender

Dez
13
Fr
Geschichten des Widerstandes – Filmpremiere und Gespräch @ Fincan Neukölln
Dez 13 um 19:00 – 21:00
Geschichten des Widerstandes – Filmpremiere und Gespräch @ Fincan Neukölln

Informationen der Veranstalter_innen:

Was können wir Rassismus und kolonialen Kontinuitäten entgegensetzen? Wie können wir unsere Ressourcen, Talente und Fähigkeiten dafür nutzen? Wie kann Solidarität aussehen?

In unserem Projekt „Vom Süden lernen – gemeinsam handeln“ haben wir Aktivist*innen aus Lateinamerika und Deutschland gefragt und spannende Antworten bekommen. Wir laden euch ein, mit uns die in diesem Jahr entstandenen Kurzfilme anzusehen und ins Gespräch zu kommen.

Die Filme basieren auf Interviews mit den Aktivistinnen Edna Martínez, Monse Peniche und Llanquiray Painemal. Sie erzählen von unterschiedlichen Formen des Widerstandes, von Herausforderungen und Erfolgen. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es in der gemütlichen Bar des Café Fincan Raum für Austausch und Plausch.

Regie und Filmproduktion: Hendrik Rojas

Dez
18
Mi
Rechter Terror, Medien- & Behördenhandeln mit Dirk Laabs @ Naturfreundejugend Berlin
Dez 18 um 20:00 – 22:00
Rechter Terror, Medien- & Behördenhandeln mit Dirk Laabs @ Naturfreundejugend Berlin

Informationen der Veranstalter_innen:

Das Jahr 2019 geht zu Ende. In Kassel wurde Walter Lübcke ermordet; in Halle tötete ein rechter Amokläufer zwei Menschen und versuchte die Besucherinnen einer Synagoge auszulöschen; bei weiteren Morden sind rechte Motive nicht auzuschließen.

Journalistinnen haben neue Verästelungen rechter Netzwerke in Polizei, Militär und Geheimdiensten aufgedeckt. Aber statt Auseinandersetzungen und Analysen der (strukturellen) Bedingungen, die rechten Terror ermöglichen, wird nach den Beileids- und Betroffenheitsbekundungen schnell wieder zum Alltagsgeschäft übergegangen.

Mit dem Journalisten, Filmemacher und Publizisten Dirk Laabs ziehen wir Bilanz und sprechen über die Rolle staatlicher Institutionen für aktuelle Entwicklung rechten Terrors. Darüber hinaus diskutieren wir über die Bedeutung von Männerbünden und Antifeminismus sowie über Logiken medialer Berichterstattung über Rechtsterrorismus.

Dirk Laabs ist Journalist & Filmemacher u.a. von „Heimatschutz. Der Staat und die Mordserie des NSU“ sowie „Staatsfeinde in Uniform“

Jan
3
Fr
Mahnwache Omas gegen Rechts Berlin @ Weltzeituhr
Jan 3 um 15:00 – Sep 29 um 16:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Die Mahnwache der OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Eine Oma wie Euch braucht jedes Kind, ruft uns eine vorbeigehende Mama zu, als wir am im Juni am Alexanderplatz an der Weltzeituhr stehen.

Mancher Passant hebt einfach den Daumen und lächelt uns an. Und diese Daumen sind nicht blau wie die bei Facebook, sondern echt!

Einer Junger Mann will seinen RAP mit uns machen und fragt höflich, ob er darf. Dass wir den Text seines RAPs verstehen, das wundert ihn, dass er unseren versteht – er bekommt einen unserer Flyer – das freut uns.

Ein junger Mann aus Syrien erzählt uns über seinen Werdegang in Deutschland, erst hat er die Schule abgeschlossen, dann gelernt, inzwischen arbeitet er. Er bedankt sich, dass wir auch für ihn hier stehen.

Rechts und links, da gäbe es doch gar keinen Unterschied meint einer, ein langes Gespräch mit zwei unserer Omas entwickelt sich.

Unsere Schilder sind weithin sichtbar – daran sind wir erkennbar.

Wir mahnen! Unsere unterschiedlichen Erfahrungen haben uns das Gleiche gelehrt: Wir müssen uns dafür einsetzen, dass unsere Kinder und unsere Enkel und auch deren Kinder und Enkel einen lebenswerten Planeten vorfinden. Zu Solidarität, Verantwortung und Vielfalt gibt es keine Alternative.

Wir sind keine stille Mahnwache.

Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie rechte Kräfte unsere Gesellschaft weiter verändern.

Wir wollen nicht hinnehmen, dass die Sprache verroht und jede gesellschaftspolitische Debatte vergiftet wird.

Wir wünschen uns eine offene, bunte und vielfältige Gesellschaft. Wir setzen uns ein für Gleichberechtigung und Solidarität.

Wir mischen uns ein, wir reden mit Euch und freuen uns auf interessante Gespräche!

Kommt vorbei!

Bis bald

Mahnwache der OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Jan
4
Sa
Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander – gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit @ Spandauer Markt
Jan 4 um 11:00 – 12:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Jeden ersten Samstag im Monat…

Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander –
gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

An jedem ersten Sonnabend im Monat von 11-12 Uhr  stehen Menschen auf dem Spandauer Markt ein für Toleranz und ein friedliches Miteinander, gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Sie suchen das Gespräch, parieren kritische Fragen und mahnen „Flüchtlinge willkommen heißen“!

Kommen Sie auch!

Jan
7
Di
›Hakenkreuz-Schmierwelle‹ und Gegenproteste in West-Berlin @ Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Jan 7 um 18:30 – 20:00
›Hakenkreuz-Schmierwelle‹ und Gegenproteste in West-Berlin @ Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Informationen der Veranstalter_innen:

„Hakenkreuz-Schmierwelle“ und Gegenproteste in West-Berlin

Rückblicke/Ausblicke 60 Jahre danach

Um die Jahreswende 1959/60 wurde die Bundesrepublik von der sogenannten Hakenkreuz-Schmierwelle erschüttert. Vielerorts tauchten plötzlich Nazi-Symbole und antisemitische Parolen auf. Die Täter*innen waren überwiegend Jugendliche. Erstmals befasste sich daher eine breitere Öffentlichkeit mit Nachwirkungen des Nationalsozialismus und „neuem“ Rechtsextremismus.

Auch in West-Berlin gab es im Januar 1960 zahlreiche Nazi-Schmierereien und antisemitische Vorfälle. Zugleich organisierten vor allem junge Menschen eindrucksvolle Gegenproteste. 60 Jahre danach wollen wir noch einmal auf die damaligen Ereignisse zurückblicken, um anschließend über den gesellschaftlichen Umgang mit Rechtsextremismus in der Bundesrepublik zu diskutieren.

Programm:
Begrüßung | Thomas Gill (Berliner Landeszentrale für politische Bildung)

Zur Einführung | Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum (Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin)

Die „Hakenkreuz-Schmierwelle“ in Berlin 1960. Ereignis und Protest | Dr. Gerd Kühling (Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.)

Rückblicke/Ausblicke 60 Jahre danach | Cornelia Siebeck (Aktives Museum) im Gespräch mit dem Zeitzeugen Prof. Dr. Urs Müller-Plantenberg und dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Kopke (Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin)

Anschließend Diskussion mit dem Publikum

Um Anmeldung wird gebeten:
https://www.berlin.de/politische-bildung/veranstaltungen/veranstaltungen-der-berliner-landeszentrale/hakenkreuz-schmierwelle-und-gegenproteste-in-west-berlin-rueckblicke-ausblicke-60-jahre-danach-869396.php

Veranstalter sind:
Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.
Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V. (Apabiz)

Jan
15
Mi
#diewelle2020 @ GRIPS Hansaplatz
Jan 15 um 19:30
#diewelle2020 @ GRIPS Hansaplatz

Informationen der Veranstalter_innen:

#diewelle2020

in einer GRIPS-Fassung von Jochen Strauch nach Motiven des Romans „Die Welle“ von Todd Strasser (Morton Rhue)

»Ihr meint also, eine Diktatur wäre in Deutschland nicht mehr möglich?« – »Auf keinen Fall! Dafür sind wir viel zu aufgeklärt.«

Eine Geschichtslehrerin arbeitet zum Thema Faschismus. Die Schüler*innen verstehen nicht, warum die deutsche Mehrheit die Verbrechen der Nationalsozialisten schweigend und tatenlos mit angesehen hat. Sie startet ein simples Experiment, indem sie die Klasse mit Übungen in Disziplin und hierarchischem Verhalten zu stärkerer Verbundenheit eint, in der Gruppe Gemeinschaftssinn durch Symbole und Parolen stiftet. Die Verführbarkeit durch faschistisches Gedankengut gewinnt erst spielerisch, dann immer radikaler die Oberhand. Das Experiment entgleitet.

Heute ist die Welt aufgeklärt und sicher. Oder? Populismus, Xenophobie, Autokratien, Trump, Putin und Bewegungen wie die Identitären oder die Rassemblement National schüren in ganz Europa unter dem Deckmantel großer Gefahren von außen eine althergebrachte Angst, die sich mit bekannten Codes in neuen Worten präsentiert.

Das reale Experiment »The third wave« des kalifornischen Highschool-Lehrers Ron Jones, das 1981 als weltweit erfolgreicher Roman »The Wave« von Todd Strasser (Morton Rhue) jahrzehntelang Schullektüre war, wirft unter den aktuellen politischen Umständen alte Fragen neu auf: Was gibt es einer Gruppe, sich einer anderen gegenüber überlegen zu fühlen? Wer ist drin und wer ist draußen? Wer hinterfragt? Wer kämpft für was und wer schaut zu? Braucht es letztlich nur entsprechend viele schweigende Zuseher*innen, um Demokratie zu gefährden? Welche Rolle spielt das Internet dabei? Und: Auf welcher Seite stehst Du?