Kalender

Okt
29
Do
Erziehung nach Auschwitz in der Migrationsgesellschaft @ Rosa-Luxemburg-Stiftung
Okt 29 um 18:30 – 20:30

Informationen der Veranstaltenden:

Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus als Herausforderungen für die Pädagogik

Das nationale Selbstbild in Deutschland ist – trotz wachsender Angriffe von rechts – inzwischen davon geprägt, dass man sich angeblich besonders gut mit der NS-Geschichte auseinandergesetzt habe. «Nie wieder» gilt als gesellschaftlicher Konsens, dem gerade die Pädagogik Rechnung tragen soll. Doch nicht nur die aktuelle politische Situation lässt bisweilen Zweifel daran aufkommen, dass es sich hier wirklich um einen gesellschaftlichen Konsens handelt. Auch der Blick in die Geschichte der Bundesrepublik zeigt, dass Antisemitismus und Rassismus offiziell vor allem dann als gesellschaftliche Probleme wahrgenommen wurden, wenn das nationale Ansehen als demokratische Gesellschaft, die den NS überwunden hat, gefährdet war.

Im Vortrag geht es um die Frage, wie nationales Selbstbild und Erinnerungspolitik miteinander in Zusammenhang stehen, welche Ausschlüsse derlei nationale Wir-Konstruktionen mit sich bringen und welche Rolle Pädagogik dabei zukommt.

Doch gerade weil es eine nationale Erinnerungsweltmeister-Rhetorik einerseits und geschichtsrevisionistische Angriffe andererseits gibt, bleibt eine Erinnerungsarbeit, die sich beidem stellt, umso wichtiger.

Katharina Rhein ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin, Soziologin und ehemalige Stipendiatin der RLS. Sie arbeitet aktuell in der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Uni in Frankfurt. Sie ist Autorin des Buches «Erziehung nach Auschwitz in der Migrationsgesellschaft».

Mit dem SALON BILDUNG betreibt die Rosa-Luxemburg-Stiftung ein öffentliches Format, das in der Tradition politischer Salons steht. Auf den Veranstaltungen diskutieren wir zu aktuellen Themen der emanzipatorischen Bildung. Wir laden Menschen ein, die etwas Spannendes zu sagen haben, und diskutieren anschließend gemeinsam ihre Positionen. In angenehmer und geselliger Atmosphäre lassen wir den Abend ausklingen.

Veranstaltungswebseite: www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/A6E5I

Nov
4
Mi
Online-Vortrag: Vermeintliche Gründe. Ethik und Ethiken im NS @ Online
Nov 4 um 18:15 – 20:00

Informationen der Veranstaltenden:

Vermeintliche Gründe
Ethik und Ethiken im Nationalsozialismus
Online-Vortrag von Johanna Bach, Jonas Balzer, apl. Prof. Dr. Werner Konitzer und David Palme

Teilnahmeoptionen
> Veranstaltung über den Videodienst »Zoom Meetings« mit anschließender Diskussion via Chatfunktion. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff »Online-Vortrag am 04.11.2020« an: h.hecker@fritz-bauer-institut.de.
> Livestream auf YouTube: https://youtu.be/nL2nPAk8_Js

Welche Vorstellungen von Moral und Ethik gab es im Nationalsozialismus? Dieser kommentierte Quellenband stellt erstmals eine biografisch kontextualisierte Auswahl von Texten akademischer Moralphilosophen vor, die sich im »Dritten Reich« besonders hervorgetan haben. Die Auseinandersetzung mit ihren Ideologemen hilft, die Verbindung von normativem Selbstverständnis und den Verbrechen des Nationalsozialismus besser zu verstehen. Zudem ermöglicht das Buch eine differenzierte Betrachtung der Entwicklung der Moralphilosophie nach 1945.

apl. Prof. Dr. Werner Konitzer war stellvertretender Leiter, dann kommissarischer Direktor des Fritz Bauer Instituts, er ist Berater am Deutschen Historischen Museum Berlin.

Johanna Bach, David Palme und Jonas Balzer haben als freie Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts an der Publikation mitgewirkt.


Werner Konitzer, Johanna Bach, David Palme, Jonas Balzer (Hrsg.)
Vermeintliche Gründe
Ethik und Ethiken im Nationalsozialismus
Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Band 33
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2020
488 S., Hardcover gebunden, auch als E-Book erhältlich, € 39,95
EAN 9783593510316
www.fritz-bauer-institut.de/publikation/vermeintliche-gruende

Nov
6
Fr
Mahnwache Omas gegen Rechts Berlin @ Weltzeituhr
Nov 6 um 15:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Die Mahnwache der OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Eine Oma wie Euch braucht jedes Kind, ruft uns eine vorbeigehende Mama zu, als wir am im Juni am Alexanderplatz an der Weltzeituhr stehen.

Mancher Passant hebt einfach den Daumen und lächelt uns an. Und diese Daumen sind nicht blau wie die bei Facebook, sondern echt!

Einer Junger Mann will seinen RAP mit uns machen und fragt höflich, ob er darf. Dass wir den Text seines RAPs verstehen, das wundert ihn, dass er unseren versteht – er bekommt einen unserer Flyer – das freut uns.

Ein junger Mann aus Syrien erzählt uns über seinen Werdegang in Deutschland, erst hat er die Schule abgeschlossen, dann gelernt, inzwischen arbeitet er. Er bedankt sich, dass wir auch für ihn hier stehen.

Rechts und links, da gäbe es doch gar keinen Unterschied meint einer, ein langes Gespräch mit zwei unserer Omas entwickelt sich.

Unsere Schilder sind weithin sichtbar – daran sind wir erkennbar.

Wir mahnen! Unsere unterschiedlichen Erfahrungen haben uns das Gleiche gelehrt: Wir müssen uns dafür einsetzen, dass unsere Kinder und unsere Enkel und auch deren Kinder und Enkel einen lebenswerten Planeten vorfinden. Zu Solidarität, Verantwortung und Vielfalt gibt es keine Alternative.

Wir sind keine stille Mahnwache.

Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie rechte Kräfte unsere Gesellschaft weiter verändern.

Wir wollen nicht hinnehmen, dass die Sprache verroht und jede gesellschaftspolitische Debatte vergiftet wird.

Wir wünschen uns eine offene, bunte und vielfältige Gesellschaft. Wir setzen uns ein für Gleichberechtigung und Solidarität.

Wir mischen uns ein, wir reden mit Euch und freuen uns auf interessante Gespräche!

Kommt vorbei!

Bis bald

Mahnwache der OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Nov
7
Sa
Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander – gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit @ Spandauer Markt
Nov 7 um 11:00 – 12:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Jeden ersten Samstag im Monat…

Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander –
gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

An jedem ersten Sonnabend im Monat von 11-12 Uhr  stehen Menschen auf dem Spandauer Markt ein für Toleranz und ein friedliches Miteinander, gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Sie suchen das Gespräch, parieren kritische Fragen und mahnen „Flüchtlinge willkommen heißen“!

Kommen Sie auch!

Nov
9
Mo
Gedenken an die Pogrome am 9. November 1938 @ diverse
Nov 9 ganztägig

Am 9.November wird es an vielen Orten in Berlin Gedenkveranstaltungen geben. Berlin gegen Nazis wird Ende Oktober in einem Überblicksartikel informieren.

Möglicherweise wird es wie in den Vorjahren zu Provokationen durch Rechtsextreme oder Reichsbürger durch Anmeldungen von kleineren Kundgebungen und Aufmärschen kommen. Auch darüber wird Berlin gegen Nazis wenn nötig informieren. Anbei die Dokumentationen der Proteste und des Gedenkens aus den Jahren 2018 und 2019.

Dez
4
Fr
Mahnwache Omas gegen Rechts Berlin @ Weltzeituhr
Dez 4 um 15:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Die Mahnwache der OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Eine Oma wie Euch braucht jedes Kind, ruft uns eine vorbeigehende Mama zu, als wir am im Juni am Alexanderplatz an der Weltzeituhr stehen.

Mancher Passant hebt einfach den Daumen und lächelt uns an. Und diese Daumen sind nicht blau wie die bei Facebook, sondern echt!

Einer Junger Mann will seinen RAP mit uns machen und fragt höflich, ob er darf. Dass wir den Text seines RAPs verstehen, das wundert ihn, dass er unseren versteht – er bekommt einen unserer Flyer – das freut uns.

Ein junger Mann aus Syrien erzählt uns über seinen Werdegang in Deutschland, erst hat er die Schule abgeschlossen, dann gelernt, inzwischen arbeitet er. Er bedankt sich, dass wir auch für ihn hier stehen.

Rechts und links, da gäbe es doch gar keinen Unterschied meint einer, ein langes Gespräch mit zwei unserer Omas entwickelt sich.

Unsere Schilder sind weithin sichtbar – daran sind wir erkennbar.

Wir mahnen! Unsere unterschiedlichen Erfahrungen haben uns das Gleiche gelehrt: Wir müssen uns dafür einsetzen, dass unsere Kinder und unsere Enkel und auch deren Kinder und Enkel einen lebenswerten Planeten vorfinden. Zu Solidarität, Verantwortung und Vielfalt gibt es keine Alternative.

Wir sind keine stille Mahnwache.

Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie rechte Kräfte unsere Gesellschaft weiter verändern.

Wir wollen nicht hinnehmen, dass die Sprache verroht und jede gesellschaftspolitische Debatte vergiftet wird.

Wir wünschen uns eine offene, bunte und vielfältige Gesellschaft. Wir setzen uns ein für Gleichberechtigung und Solidarität.

Wir mischen uns ein, wir reden mit Euch und freuen uns auf interessante Gespräche!

Kommt vorbei!

Bis bald

Mahnwache der OMAS GEGEN RECHTS BERLIN