Kalender

Apr
26
Fr
Lesung: „Erben der Erinnerung“ @ JUP - Unabhängiges Jugendzentrum Pankow e.V.
Apr 26 um 19:00 – 22:00
Lesung: „Erben der Erinnerung“ @ JUP - Unabhängiges Jugendzentrum Pankow e.V.

Informationen der Veranstalter_innen:

Philip Meinholds siebzigjährige Mutter äußert überraschend den Wunsch, gemeinsam mit ihren drei Kindern und den älteren der Enkel nach Auschwitz zu fahren. Sie selbst galt nach den nationalsozialistischen Rassengesetzen als »Jüdischer Mischling zweiten Grades«, ihre Verwandten wurden deportiert, dennoch hatte Philip Meinhold sich selbst bis dato stets als Angehöriger des »Tätervolkes« verstanden. Der Besuch von Auschwitz ist für ihn der Anlass, sich mit seinem eigenen Umgang mit dem Holocaust und der Familienvergangenheit auseinanderzusetzen – und stellt fest, dass jedes Familienmitglied seine ganz eigene Haltung dazu hat.

Dieses Buch ist eine sehr persönliche Erkundung der eigenen Geschichte, des Umgangs mit der NS-Zeit siebzig Jahre danach – und der Frage, was Auschwitz mit jedem von uns zu tun hat.

Lesung mit dem Autor Philip Meinhold

Die Lesung ist Teil des Befreiungsfests im JUP Pankow vom 26. bis 28. April 2019.

Es ist organisiert vom JUP Pankow, der VVN-BdA Berlin-Pankow e.V. und der Emanzipativen & Antifaschistischen Gruppe [EAG Berlin]

Apr
29
Mo
Vortrag: Die „Volksgemeinschaft“ als Antwort auf die Republik @ Topographie des Terrors
Apr 29 um 18:00 – 22:00
Vortrag: Die "Volksgemeinschaft" als Antwort auf die Republik @ Topographie des Terrors

Informationen der Veranstalter_innen:

Ein Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Weimars Wirkung. Das Nachleben der Republik“.

Prof. Dr. Michael Wildt (Berlin) spricht über: „Die ‚Volksgemeinschaft‘ als Antwort auf die fragmentierte Republik von Weimar“

„Volksgemeinschaft“ war kein genuin nationalsozialistischer Begriff, sondern hatte bereits im Ersten Weltkrieg Konjunktur. Mit ihm sollte eine geeinte „Kriegsgemeinschaft“ hergestellt werden. Aber auch nach 1918 wurde „Volksgemeinschaft“ zu einer politischen Deutungsformel, die von nahezu sämtlichen Parteien der Weimarer Republik beschworen wurde – allerdings mit durchaus unterschiedlichen Intentionen. So waren es zunächst vor allem Demokraten, die nach der Erfahrung des verlorenen Weltkrieges sowie der Gewalt von Revolution und Konterrevolution mit der „Volksgemeinschaft“ die Forderung nach Einheit der Nation, nach Beendigung von Spaltung und Klassenkampf verbanden. Mit diesem Begriff sollten gerade die verfassungsloyalen Kräfte gesammelt werden. Bei aller Einheitsrhetorik beschäftigte die völkische Rechte dagegen vor allem, wer nicht zur „Volksgemeinschaft“ gehören durfte, allen voran die Juden Antisemitismus konstituierte die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“; er befeuerte auch deren Radikalität und Destruktionspotential. Was die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ von anderen Gemeinschaftsvorstellungen unterschied, waren die Gewalttätigkeit der Ausgrenzung und die rassistische Unumkehrbarkeit der Zugehörigkeitskriterien.

DIE VORTRAGSREIHE:
Fast drei Jahrzehnte nach der deutsch-deutschen Vereinigung verdient die Weimarer Republik zum hundertjährigen Jubiläum ihrer Entstehung neue Aufmerksamkeit. Die Vorlesungsreihe diskutiert die verpassten Chancen und die strukturellen Defizite, fragt aber auch nach langfristigen und womöglich bis heute anhaltenden Wirkungen der ersten deutschen Republik. Sie widmet sich der Eigenart und dem Stellenwert der ersten deutschen Republik innerhalb der längeren Geschichte und diskutiert zudem die Bedeutung der mit „Weimar“ verbundenen Kultur des Politischen für ihre Nachgeschichte bis in die Gegenwart.
https://www.facebook.com/events/506168073128765/

Veranstalter:
– Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin
– Stiftung Topographie des Terrors Berlin
– Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
in Kooperation mit:
– Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
– Deutsches Historisches Museum Berlin

Weitere Informationen zur Ringvorlesung:
http://zzf-potsdam.de/de/veranstaltungen/offentliche-ringvorlesung-weimars-wirkung-das-nachleben-der-ersten-deutschen-republik

Gemeinsame Kämpfe, getrennte Erinnerung? @ Aquarium am Südblock
Apr 29 um 19:30 – 22:00
Gemeinsame Kämpfe, getrennte Erinnerung? @ Aquarium am Südblock

Informationen der Veranstalter_innen:

Gemeinsame Kämpfe, getrennte Erinnerung?
Solidarität im (post)kolonialen und (post)migrantischen Gedächtnis

Montag, 29. April, 19:30h
Aquarium / Südblock, Skalitzer Str. 6, Berlin
Eintritt frei

++ english text below +++

Trotz des zunehmenden Interesse an den Themen Migration, Flucht und der deutschen Kolonialgeschichte, werden diese Themen selten gemeinsam besprochen und als verwobene Themen wahrgenommen. So verbleiben die Themen in der offiziellen Erinnerungskultur Deutschlands meist nicht mehr als Randthemen. Der Kampf um Erinnerung verbindet aber die Gruppen von Geflüchteten, von (Post-)Migrant*innen und postkolonialen Gruppen. Meist getrennt voneinander werden die Kämpfe gegen die Marginalisierung der Positionen ausgefochten. Die Auseinandersetzung von Aktivist*innen um Erinnerung und Repräsentation ist auch eine um das Recht auf Rechte und eine Neuformulierung der sozialen Frage. Die Veranstaltung möchte mit den Podiumsteilnehmer*innen und dem Publikum den Versuch unternehmen, die Positionen zusammenzudenken und solidarische Positionen zu stärken. Wie können Migrations- und Kolonialgeschichte Teil einer multiperspektivischen Erinnerungskultur werden? Wie kann eine neue Erzählung der Gesellschaft der Vielen aussehen? Welche Rollen kommen dabei Aktivist*innen, welche Museen und Erinnerungsorten zu?

Podium:
Tahir Della, ISD Bund e.V. Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
Denise Garcia Bergt, International Women Space
Natalie Bayer, FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Ceren Türkmen, Initiative DU 26. August 1984 und VBRG

Moderation: Meral El, Neue Deutsche Organisationen

Eine Kooperationsveranstaltung von DOMiD im Rahmen von Meinwanderungsland, der ISD Bund e.V. Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und der Rosa Luxemburg Stiftung – Migration.

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Joint struggle, separate memories?
Solidarity within the (post)colonial and (post)migrant collective memory

Monday, April 29th, 19:30h
Aquarium / Südblock, Skalitzer Str. 6, Berlin
free entrance

Despite the growing interest in the topics of migration, flight and Germany’s colonial history, these issues are rarely discussed together or are perceived as intertwined. Thus, little more than marginal attention is paid to these topics within Germany’s official culture of remebrance. However, it is the fight for memories which connects the different groups of refugees, (post)migrants, and those affected by (post)colonialism. The fights against the marginalizations of their positions, however, are mostly fought separately. The debate, led by activists, on memories and representation also evolves around the right to rights and reformulation of social issues. The event is an attempt by the organizers, together with the panelists and the audience, to consolidate the different positions and to strengthen the solidarity. How can the history of migration and the history of colonialism become part of a memorial culture which is comprised of a multitude of perspectives? What is the role of activists, museums and memorial sites?

Panelists:
Tahir Della, ISD Bund e.V. Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
Denise Garcia Bergt, International Women Space
Natalie Bayer, FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Ceren Türkmen, Initiative DU 26. August 1984

Presentation: Meral El, Neue Deutsche Organisationen

A joint cooperation of DOMiD / Meinwanderungsland, ISD Bund e.V. Initiative Schwarze Menschen in Deutschland and Rosa Luxemburg Stiftung – Migration.

Mai
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Do
Unteilbar denken II – Das Europa der Vielen @ HAU1
Mai 2 um 19:00 – 21:00
Unteilbar denken II - Das Europa der Vielen @ HAU1

Informationen der Veranstalter_innen:

Das Europa der Vielen – ein öffentlicher Think Tank

Das Erstarken rechtsautoritärer Kräfte in Europa bedroht die Vielfalt von Lebensentwürfen und Kulturen und hat auch Folgen für die Kunstfreiheit. Anlässlich der Wahl zum Europäischen Parlament 2019 und der Glänzenden Demonstrationen der VIELEN am 19.5 möchte die Reihe #unteilbar denken – ein öffentlicher Think Tank Visionen für ein „Europa der Vielen“ diskutieren. Wie können wir einen Kontinent jenseits von Abschottung, Austeritätspolitik und Nationalismus denken? Mit Ferda Ataman (Autorin), Nikita Dhawan (Justus-Liebig-Universität Gießen), Newroz Duman (Welcome United / Pro Asyl), Sabine Hark (Wir machen das), Kira Kirsch (brut Wien / Die Vielen), Kathrin Röggla (Schriftstellerin), Fabian Virchow (Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus / Neonazismus Fachhochschule Düsseldorf) / Moderation: Holger Bergmann (Die Vielen), Margarita Tsomou (HAU Hebbel am Ufer) / Graphic Recording: Yorgos Konstantinou
Eine Kooperation von #unteilbar, die Vielen und HAU Hebbel am Ufer.

***Einlass ab 18 Uhr***
***Eintritt frei***
***Anmeldung unter: tickets@hebbel-am-ufer.de***

Die Veranstaltung wird im Livestream übertragen.

https://www.unteilbar.org/unteilbar-denken/
https://www.hebbel-am-ufer.de/programm/spielplan/2019-03/unteilbar_ueber_schwierige_solidaritaeten/4257/

Mai
3
Fr
Managing Migration? Eine kritische Geschichte der IOM @ Aquarium am Südblock
Mai 3 um 19:30 – 21:30
Managing Migration? Eine kritische Geschichte der IOM @ Aquarium am Südblock

Informationen der Veranstalter_innen:

Jährlich sterben tausende Menschen bei ihrem Versuch, die Grenzen des Globalen Nordens zu überschreiten, um dort Schutz zu finden, Arbeit, ein besseres Leben. Zugleich überziehen Regierungen die Erde mit Zäunen, Kontrollen, Lagern und träumen davon, menschliche Mobilität effizient zu regulieren. Wie ist es zu dieser Situation gekommen? Warum werden Grenzen abgeschottet, obwohl dies zu so viel Tod und Elend führt? Diese Fragen – aus schockierter Verwunderung geboren – sind Ausgangspunkt des Buches »Managing Migration?« von Fabian Georgi.

Im Mittelpunkt steht die Geschichte eines zentralen Akteurs: der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Gegründet 1951 als Gegeninstitution zum »Flüchtlingshilfswerk« der Vereinten Nationen (UNHCR) fungierte die IOM im Kalten Krieg als antikommunistische Migrationsagentur des westlichen Blocks. Heute ist sie Teil des UN-Systems, hat 169 Mitgliedsstaaten und ein Jahresbudget von 1,5 Milliarden US-Dollar. Mit ihrem Motto »Migration for the Benefit of All« behauptet sie, die Widersprüche der Migration ließen sich aufheben, wenn diese nur umfassend »gemanagt« würden. Tatsächlich aber wird die IOM immer wieder heftig kritisiert. Amnesty International und Human Rights Watch warfen ihr vor, als Handlanger des Nordens die Menschenrechte von Geflüchteten und Migrant*innen zu verletzen. No-Border-Gruppen griffen IOM-Personal als »Menschenjäger« und »Schreibtischtäter« an und attackierten ihr »Migrationsmanagement« als neoliberal.

In seinem Buch hat Fabian Georgi die fast 70-jährige, spannungsreiche Geschichte der IOM im Kontext geostrategischer Konflikte, kapitalistischer Krisen und migrantischer Kämpfe rekonstruiert und aus kritisch-materialistischer Perspektive analysiert:
http://www.bertz-fischer.de/managingmigration.html

An diesem Abend diskutieren wir mit ihm die Triebkräfte und Dynamik europäischer und globaler Migrationsregime seit dem Zweiten Weltkrieg.

Diese Veranstaltung ist ein Auftakt für die 17. Linken Buchtage Berlin, die vom 17. – 19. Mai im Kreuzberger Mehringhof stattfinden: https://linkebuchtage.de

Mai
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Sa
Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander – gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit @ Spandauer Markt
Mai 4 um 11:00 – 12:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Jeden ersten Samstag im Monat…

Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander –
gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

An jedem ersten Sonnabend im Monat von 11-12 Uhr  stehen Menschen auf dem Spandauer Markt ein für Toleranz und ein friedliches Miteinander, gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Sie suchen das Gespräch, parieren kritische Fragen und mahnen „Flüchtlinge willkommen heißen“!

Kommen Sie auch!