Kalender

Okt
16
Mi
Das Wörterbuch „der besorgten Bürger“ @ k-fetisch
Okt 16 um 20:00 – 22:00
Das Wörterbuch "der besorgten Bürger" @ k-fetisch

Informationen der Veranstalter_innen:

Im Oktober wird PEGIDA fünf Jahre alt. Mit PEGIDA entstand auf der Seite der extremen Rechten nicht nur eine soziale Bewegung, die tief in der Stadt Dresden und ihrem Umland verwurzelt ist, sondern auch eine eigene Sprache. Sie lässt extrem rechtes Denken weit über PEGIDA-Kreise wirken und formt bzw. radikalisiert Diskurse zu gesellschaftpolitischen Fragestellungen. Es ist die Sprache des besorgten Bürgers.

Die Sprache der besorgten Bürger, die sich solch seltsamer Begriffe wie „Deutschland GmbH“, „Ficki-Ficki-Fachkräfte“, „Schuldkult“ oder „Merkeldikatur“ bedient, ist bizarr, manchmal witzig und oft gefährlich. Rhetorische Zumutungen und dreiste Umdeutungen sind unter der Glocke von PEGIDA und AfD Mode. Hier entsteht ein Zerrbild, in dem Deutsche umstandslos Opfer sind und die Welt sich gegen „das Volk“ verschworen hat.

Die Veranstaltung nimmt die Sprache der Besorgten aufs Korn: von den so beliebten Ausrufezeichen bis zu „Volksverdünner“.

Es referieren: Nancy Grochol (Sprachwissenschaftlerin, Lektorin) und Robert Feustel (Politikwissenschaftler), zusammen schrieben sie „Das Wörterbuch des besorgten Bürgers“

Moderation: Fabian Kunow

Okt
18
Fr
» … abgeholt!« – Gedenken am Mahnmal »Gleis 17« @ Gleis 17
Okt 18 um 12:00 – 15:00
» … abgeholt!« – Gedenken am Mahnmal »Gleis 17« @ Gleis 17

Informationen der Veranstalter_innen:

Die Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, das Land Berlin, die Jüdische Gemeinde zu Berlin, die Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin, die Inge Deutschkron Stiftung und die Deutsche Bahn Stiftung laden Sie und Ihre Freunde herzlich zur Gedenkveranstaltung am Mahnmal »Gleis 17« am Freitag, den 18. Oktober 2019, um 12 Uhr ein.

Zum Thema
Am 18. Oktober 1941, vor 78 Jahren, verließ der erste Berliner »Osttransport« mit mehr als 1.000 jüdischen Kindern, Frauen und Männern den Bahnhof Grunewald in Richtung Litzmannstadt (Łódź). Ab 1942 fuhren Deportationszüge auch vom Anhalter Bahnhof und vom Güterbahnhof Moabit ab. Ziele der Transporte waren Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager in Minsk, Kowno, Riga, Piaski, Warschau, Theresienstadt, Sobibor, Rasik, Auschwitz und Sachsenhausen.

Greta Leyser wohnte mit Ihrem Mann Leopold und der kleinen Tochter Karin in der Fürbringerstraße 18 in Kreuzberg. Grete war Zwangsarbeiterin in einer Kartonfabrik in Neukölln wie auch bei »Ehrich & Graetz« in Treptow; Leopold wurde zu Gleisbauarbeiten gezwungen. Am 1. November 1941 verschleppte die Gestapo die Familie mit dem vierten Transport von Grunewald nach Litzmannstadt. Am 8. Mai 1942 erstickten SS-Angehörige Grete, Leopold und Karin Leyser in Gaswagen bei Kulmhof (Chełmno).
Insgesamt wurden bis zu sechs Millionen Kinder, Frauen und Männer Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Juden Europas, darunter mehr als 50.000 aus Berlin.

PROGRAMM

Begrüßung
Prof. Dr. Andreas Nachama, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum 2019 und Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Grußworte
Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages
Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Gedenkrede
Ingeburg Geißler (*1932), Holocaustüberlebende

Beiträge von Berliner Schülerinnen und Schülern des John-Lennon-Gymnasiums Berlin-Mitte
Musikalische Umrahmung durch Boris Rosenthal

Am Ende der Veranstaltung werden weiße Rosen am Bahnsteig niedergelegt. Bitte bringen auch Sie eine mit! Herzlichen Dank.

Kontaktdaten
Sarah Breithoff, Koordinierende Assistentin
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Georgenstraße 23, 10117 Berlin, Tel.: +49(0)30 – 26 39 43 – 38, Fax: – 20
E-Mail: staendigekonferenz [at] orte-der-erinnerung.de
Internet: www.orte-der-erinnerung.de

32. Arbeitstreffen der Ravensbrück-Forschung @ Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Okt 18 um 15:00 – Okt 19 um 18:00
32. Arbeitstreffen der Ravensbrück-Forschung @ Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Informationen der Veranstalter_innen:

Die Gruppe der zivilen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in den Konzentrationslagern

32. Arbeitstreffen der Ravensbrück-Forschung / 2. Workshop neuere Forschungen zur Zwangsarbeit

Das 32. Arbeitstreffen der Gedenkstätte Ravensbrück nimmt in diesem Jahr gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit die Gruppe der zivilen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in den Konzentrationslagern in den Blick, die mit Kriegsverlauf eine signifikante Gruppe in den Lagern bildeten. Oftmals mit dem Vorwurf bedacht, sie seien nicht aus politischen Gründen inhaftiert und würden damit den roten Winkel der politischen Häftlinge zu Unrecht tragen – sind sie bis heute weder in der Forschung noch in der öffentlichen Erinnerung mit großer Aufmerksamkeit bedacht. Wenn Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wegen Verstößen gegen die vielfältigen Regeln und Gesetze, die ihren Aufenthalt im Deutschen Reich prägten, in ein Arbeitserziehungslager oder ein Konzentrationslager eingewiesen wurden, geschah dies vor allem aus Gründen der Disziplinierung. Sie sollten zunächst – anders als die meisten Inhaftierten – nach einer gewissen Zeit wieder in den Zwangsarbeitseinsatz integriert werden. Nach Kriegsende verstummten sie oftmals – oder sie teilten die Erinnerungen an die KZ-Haft, die sie anschlussfähig an die politisch geprägten Erzählungen der Nachkriegszeit machten.

Insbesondere die frühe Nachkriegsliteratur thematisiert noch die Differenzen zwischen den KZ-Häftlingen im Lager. Im Zuge stärker ausgeprägter Erzählungen ganzer Gruppenbiografien in den späteren Jahren geriet diese Haftgruppe jedoch in Vergessenheit.
Das 32. Arbeitstreffen Ravensbrück möchte sich diesem Thema nähern und in bewährter Weise Forschende in diesem Bereich einladen, ihre Forschungsergebnisse und (Teil-)Projekte vorzustellen.

Gemeinsam fragen die Veranstaltenden nach den Gründen für die Überstellung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in Konzentrationslager, waren doch für deren Disziplinierung sog. Arbeiterziehungslager (AEL) vorgesehen. Gefragt wird nach den sozialen Verhältnissen, in denen sich diese Gruppen in den Lagern bewegten und der Entwicklung der Narrative in der Nachkriegszeit. In welchem Kontext werden Fotografien von Zwangsarbeitenden genutzt und wie werden sie im Kontext der historischen Forschung wahrgenommen? Unterscheiden sich private und öffentliche Erinnerung an zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in den Lagern? Finden sich geschlechterspezifische Deutungen?

Veranstaltungsort: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Berlin-Schöneweide

Weitere Informationen folgen.

Okt
19
Sa
We take back the Night! – schwing die Hüfte gegen Rechts! @ Mandrellaplatz
Okt 19 um 18:00 – 22:30
We take back the Night! - schwing die Hüfte gegen Rechts! @ Mandrellaplatz

Informationen der Veranstalter_innen:

We Take Back The Night – Schwingt die Hüfte gegen Rechts –

Demoaufruf 19.10.2019 ab 18:00 Uhr

#wetakebackthenight
#nazilosdurchdienacht
#nazifrei

NachtTanzDemo für ein buntes, friedliches und solidarisches Köpenick.

Auch wenn für viele die letzten Jahre im Bezirk ruhiger erschienen, dokumentierte das Register zur Erfassung extrem rechter und diskriminierender Vorfälle im letzten Jahr einen Anstieg von körperlicher und verbaler Gewalt. Auch in diesem Jahr erlebten Jugendliche in den Sommermonaten bspw. in der Altstadt immer wieder Übergriffe und Pöbeleien. Zudem sorgten die rassistischen Attacken in Adlershof für Angst und reihen sich ein mit den Gefühlen, die der Mord am Kasseler Regierungsbezirks-präsidenten Walter Lübke auslöste: Das politische Klima ist rauer geworden. Während sich Politiker*innen verbal attackieren und Menschengruppen pauschal verteufeln, sehen manche Menschen dies als Legitimierung dafür, andere zu beleidigen oder zu jagen und anzugreifen.

Diesen Entwicklungen stellen wir uns entschieden entgegen!

Köpenick ist ein toller Bezirk, in dem engagierte und weltoffene Menschen leben und die diesen prägen. An viele Orten wird Solidarität ganz praktisch gelebt und Diversität und gutes Zusammenleben sind sichtbar. Und genau das wollen wir zeigen und die nächtlichen Straßen mit Musik, Tanz und guter Stimmung wiederbeleben – wir laden euch ein zur Demo gegen Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung und für Vielfalt, ein friedliches Miteinander und Solidarität. Getreu dem Motto: Wir sind BUNTER, wir sind LAUTER, wir sind MEHR. Hierbei soll das gemeinsame Tanzen im Vordergrund stehen, und so wird unser Demozug nicht nur von fantastischen DJnes und Bands begleitet, sondern endet nach seiner Route durch den Kiez im Cafe Köpenick/ HdJK, wo noch eine Band spielt und wir den Abend austanzen können.

Route: 18 Uhr Mandrellaplatz – ca. 20 Uhr Zwischenkundgebung Rathaus Köpenick – ca. 22:30 Uhr Ankunft Mandrellaplatz mit AfterDemoParty im Cafe Köpenick

Unsere Route :

Mandrella Platz, Puchanstr, Friedrichshagener Straße, Bahnhofstr, lindenstraße, alt Köpenick (Zwischenkundgebungen), Müggelheimer Str, wendenschloßstraße, wendenschloßstraße/ Salvador-Allende-str (Wendung), wendenschloßstraße, Müggelheimer, kietzer Str, Kirchstraße, lindenstraße, Bahnhofstr. elcknerllatz, Borgmannstr. Seelenbinderstraße, mandrellaplatz

Okt
22
Di
Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933 – 1944 @ Topographie des Terrors
Okt 22 um 19:00 – 20:30

Informationen der Veranstalter_innen:

Buchpräsentation
Prof. Dr. Wildt, Prof. Dr. Alfons Söllner

Moderation: Dr. Stephanie Bora

Okt
23
Mi
Fachtag: Dokumentation und Monitoring als zivilgesellschaftliche Empowermentstrategie @ Rathaus Lichtenberg
Okt 23 um 14:00 – 19:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Erst eine rassistische Beleidigung, dann der Faustschlag ins Gesicht. Nach einer Nazi-Demonstration werden Flaschen auf Gegendemonstrant*innen geschmissen. Ein Fahrgast in der Tram zeigt mehrfach den „Hitlergruß“. An den Hauseingang wird „Juden raus“ geschmiert. An einem Stromkasten wird der Slogan „NS Zone“ entdeckt. Auf einem Aufkleber einer rechten Partei befindet sich ein homofeindlicher Spruch.

Die Berliner Register dokumentieren Vorfälle die sich in Berlin ereignen und rassistisch, extrem rechts, antisemitisch, LGBTIQ*-feindlich, sozialchauvinistisch oder behindertenfeindlich sind oder den Nationalsozialismus verharmlosen. Warum sie das tun, was die Hintergründe der Entstehung der Berliner Registerstellen waren, welche Rolle weitere themenspezifische Dokumentationsstellen spielen und wie auf alltägliche Vorfälle reagiert werden kann, wird auf dem ersten gemeinsamen Fachtag der Berliner Register Thema sein?

Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die sich in Berlin tagtäglich auf unterschiedliche Weise demokratisch engagieren und der Ausgrenzung von Minderheiten entgegenstellen.

Wann? 23.10.2019 14-19 Uhr, Ankommen ab 13:30 Uhr
Wo? Rathaus Lichtenberg (Möllendorfstraße 6, U-Bahnhof Frankfurter Allee)

Das Programm des Fachtags finden Sie hier.

Da die Räumlichkeiten begrenzt sind, bitten wir im Vorfeld um Anmeldung. Bitte senden Sie das ausgefüllte Anmeldeformular an die E-Mail-Adresse info@berliner-register.de. Anmeldeschluss ist am 7. Oktober 2019. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Koordinierungsstelle der Berliner Register 0152 – 04 42 57 46.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.