Gemeinsam mit dem BFV gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus im Fußball

Der Berliner Fußball-Verband (BFV) und der Verein für Demokratische Kultur in
Berlin (VDK) e. V. mit seinen Projekten Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), Berlin gegen Nazis und Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin) haben eine weitreichende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Am 12. Februar kamen wir zu diesem Anlass mit unseren Schwesterprojekten MBR und RIAS Berlin im Haus des Fußballs zusammen und sprachen mit dem Präsident des BFV, Bernd Schultz, und dem Vizepräsident für Gesellschaftliche Verantwortung beim BFV, Özgur Özvatan. Es war ein tolles Gespräch und wir freuen uns auf die kontinuierliche Kooperation.

Für uns von Berlin gegen Nazis war die Zusammenarbeit mit dem BFV und allgemein das Engagement gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus im Fußball seit jeher ein wichtiges Thema. 2020 starteten wir gemeinsam mit dem BFV die Kampagne „Kein Platz für Rassismus und Antisemitismus“, in deren Rahmen sich viele Berliner Vereine mit großen Bannern positionierten und ein Video entstand. Schon damals war klar: Sportplätze sind lebendige Mittelpunkte eines jeden Kiezlebens. Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus auf diesen Plätzen entschieden entgegenzutreten, wirkt auch über sie hinaus.

v.l.n.r.: Özgur Özvatan, Bianca Klose und Bernd Schultz

Ziel der Partnerschaft zwischen dem BFV und den drei VDK-Projekten ist es, den Berliner Fußball weiterhin konsequent gegen rechtsextreme, antisemitische und demokratiefeindliche Bestrebungen zu stärken und ein sicheres, vielfältiges und diskriminierungsfreies Umfeld für alle Beteiligten auf und neben dem Platz zu schaffen. Die Partnerorganisationen beabsichtigen eine enge Zusammenarbeit, um alle Akteur*innen des Berliner Fußballs, wie Trainer*innen, Schiedsrichter*innen, Funktionsträger*innen sowie Spieler*innen, dabei zu unterstützen, menschenverachtende Einstellungen zu erkennen und diesen entschieden entgegenzutreten. Der Amateurfußball kann ein potenzielles Betätigungsfeld für Rechtsextreme und andere demokratiefeindliche Gruppen sein, der konsequente Aufbau und die Weiterentwicklung der Präventions- und Interventionsstrukturen des BFV und seiner Mitgliedsvereine sind deshalb essenziell.

Neben der gemeinsamen öffentlichen Positionierung und dem fachlichen Austausch
der Kooperationspartner*innen sollen vor allem die Berliner Fußballvereine von der
Zusammenarbeit profitieren. Gemeinsam sollen Bildungsmaterialien, Handreichungen und digitale Informationsformate erarbeitet sowie Veranstaltungen wie Fachtage, Netzwerktreffen und Qualifizierungsformate angeboten werden.

Die Pressemitteilung zur Kooperation mit allen Stimmen zur Vereinbarung:

Headerfoto: MBR; Beitragsfoto: BFV