(Stand 23.01.2026)
Hinweise: Sollte es bei Gedenkveranstaltungen zu Störungen kommen, ist es gut, vorbereitet zu sein. HIER haben wir mit unserem Schwesterprojekt MBR Handlungsempfehlungen zum Umgang mit solchen Störungen zusammengestellt. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hinweise auf weitere Veranstaltungen nehmen wir gerne per E-Mail entgegen.
Zentrale Gedenkorte:
An den von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas betreuten Denkmälern finden am 28. Januar folgende Gedenkveranstaltungen statt. Am Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Cora-Berliner-Straße 1, Nähe Brandenburger Tor) können zudem ganztägig individuell Kränze niedergelegt werden.
Um 11:00 Uhr lädt der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen am Gedenk- und Informationsort T4 (Tiergartenstraße 4) zur Kranzniederlegung ein. Es wird Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen gedacht, die von den Nazis ermordet und zwangssterilisiert wurden. Musikalisch begleitet wird das Gedenken von Jeremi und Silas Zschocke. Weitere Infos hier.
Um 14:00 Uhr organisiert die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma ein Gedenken am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas (Simsonweg, im Tiergarten).
Am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen (Ebertstraße auf Höhe Hannah-Arendt-Straße, Tiergarten) veranstaltet unser Netzwerkpartner LSVD eine Kranzniederlegung und ein stilles Gedenken um 15:00 Uhr.
Bereits am 27. Januar bietet die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas zwei öffentliche und kostenlose Führungen an. Treffpunkt ist jeweils um 11:00 Uhr und um 14:00 Uhr in der Cora-Berliner-Straße 1.
Weitere Infos zu den Veranstaltungen der Stiftung Denkmal finden sich hier.
In den Bezirken (alphabetische Reihenfolge):
Charlottenburg-Wilmersdorf:
Am 27. Januar lädt der Beauftragte der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung in die Berliner Philharmonie in der Herbert-von-Karajan-Straße 1 ein. Von 11:00 bis 16:00 Uhr wird dort eine Ausstellung mit Werken von Andreas Maus gezeigt, die Verbrechen des NS-Regimes und das Leben von Anne Frank sowie ihrer Familie thematisieren. Um 13:00 Uhr gibt es ein Podiumsgespräch mit dem Künstler und dem Beauftragten. Anschließend findet um 14:30 Uhr eine gemeinsame Führung durch die Ausstellung statt. Weitere Infos hier. Anmeldungen erfolgen über dieses Formular.
Die Jüdische Gemeinde zu Berlin veranstaltet am 27. Januar in Kooperation mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin ein Gespräch mit der Autorin Miriam Rebhun aus Neapel, die dem Publikum von den Spuren ihrer Herkunft erzählt, die väterlicherseits in Berlin liegen. Auf Italienisch und Deutsch mit Simultanübersetzung sowie musikalischer Begleitung. Los geht es um 19:00 Uhr im Jüdischen Gemeindehaus in der Fasanenstr. 79-80, der Eintritt ist frei.
Ganz in der Nähe des Gemeindehauses findet am 27. Januar der Augen auf-Kinotag statt. Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) lädt mit Unterstützung der Agentur Jetzt & Morgen, Partnerin im Netzwerk von Berlin gegen Nazis, in den Delphi Filmpalast in der Kantstraße 12A ein. Das diesjährige Motto lautet „Wann erhebe ich meine Stimme?“. Gezeigt wird die Publikumspremiere des Kinder- und Familienfilms „Das geheime Stockwerk“ von Norbert Lechner, der zusammen mit Hauptdarsteller Silas John im Anschluss für ein Gespräch bereitsteht. Begrüßen wird Christian Pfeil, Überlebender des Völkermords an den Sinti:ze und Rom:nja. Aktivist und Journalist Fabian Grischkat wird eine Keynote geben. Start ist um 18:30 Uhr. Weitere Infos zum Augen-auf-Kintotag finden sich hier. Infos zum Schulkino an den Vormittagen am 27. und 28.1. hier.

Mit Liedern und Gedichten der jüdischen Dichterin Selma Merbaum (1924-1942) wird am 27. Januar in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (Breitscheidplatz) um 18:00 Uhr ein Gedenk-Gottesdienst begangen. Weitere Infos hier.
In der Evangelischen Lindenkirche in der Johannisberger Str. 15A wird am 27. Januar der Gofenberg Chor ab 18:00 Uhr im Großen Saal Lieder in jiddischer und hebräischer Sprache singen. Näheres zum Chor hier.
Das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) lädt erstmals zur Herbert A. und Lotte-Strauss-Vorlesung ein. Herbert A. Strauss war Gründungsdirektor des ZfA. Die erste Lecture wird Mark Roseman, Professor für Geschichte und Inhaber des Pat-M.-Glazer-Lehrstuhls für Jüdische Studien an der Indiana University in Bloomington, halten. Sie findet am 27. Januar von 18:00 bis 21:00 Uhr im Hauptgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, statt. Weitere Infos finden sich hier.
Auch der Berliner Fußball begeht am 27. Januar den Holocaust-Gedenktag. Die Vereine Hertha BSC und 1. FC Union Berlin kommen mit dem Berliner Fußball-Verband und MANEO um 10:00 Uhr am Gleis 17 des S-Bahnhofs Grunewald zur Kranzniederlegung und für eine Gedenkminute zusammen.
Friedrichshain-Kreuzberg:
Die Friedrichshain-Kreuzberger Basisorganisation der VVN-BdA lädt am 27. Januar zur gemeinsamen Erinnerung an Menschen ein, die Nachbar*innen im Kiez nördlich des Ostbahnhofs waren. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr an der Gedenkstele für Frauen und Männer des antifaschistischen Widerstands Koppenstraße/Ecke Singerstraße. Von dort geht es auf einen Spaziergang zu Stolpersteinen in der Umgebung, die dabei geputzt werden sollen. Wer möchte, soll handelsübliches Metallreinigungsmittel und Lappen mitbringen. Weitere Infos hier.
Am Freitag, den 30. Januar, lädt die Berliner VVN-BdA zu einem Gespräch über internationale Erfahrungen und Ansätze für Strategien gegen die extreme Rechte mit Regina Girod, Vizepräsidentin der Fédération Internationale des Résistants – Association antifasciste (FIR), und Ulrich Schneider, Generalsekretär der FIR, ein. Los geht’s um 19:00 Uhr im Aquarium in der Skalitzer Str. 6 direkt am U-Bahnhof Kottbusser Tor. Weitere Infos zum Abend hier.
Das Jüdische Museum Berlin lädt zu zwei Veranstaltungen am Gedenktag ein. Von 16:00 bis 18:30 Uhr gibt es eine Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen“. Lanzmann war Regisseur des Films „Shoah“ von 1985. Die Führung gibt Einblicke in sein Rechercheprojekt und führt in die Besonderheiten beim Hören von historischen Audioquellen. Treffpunkt ist im Foyer des Museums, das in der Lindenstr. 9–14 liegt. Näheres hier. Direkt im Anschluss um 19:00 Uhr wird der Dokumentarfilm „Je n’avais que le néant (All I Had Was Nothingness)“ von Guillaume Ribot begleitend zur Ausstellung gezeigt. Treffpunkt: W. M. Blumenthal Akademie, Klaus Mangold Auditorium, Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz gegenüber von Museum. Näheres hier.
Die Stiftung Topographie des Terrors, die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI laden am 27. Januar in die Niederkirchnerstr. 8 zu einem Gespräch mit der Zeitzeugin Switlana Petrowskaja ein. Ihre Großmutter und Tante gehörten 1941 zu den Opfern der Massenerschießung in Babyn Jar nahe Kyjiws. In 2 Tagen wurden hier 33.771 Personen von deutschen Truppen erschossen, bis zum Sommer 1943 ermordeten die Täter hier bis zu 100.000 Menschen. Der Eintritt zu dem Gespräch mit Start um 19:00 Uhr ist frei, um Anmeldung per Mail an veranstaltungen@topographie.de wird gebeten. Weitere Infos hier.
Lichtenberg:
Wie jedes Jahr werden am 27. Januar ab 18:00 Uhr an der Giebelwand des Stadthauses (Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24) Namen von über 300 vertriebenen und ermordeten Jüdinnen und Juden aus Lichtenberg und Hohenschönhausen projiziert. Die Namen werden bis in die Morgenstunden des 28.1. zu lesen sein. Im Anschluss an diese Lichtinstallation eröffnet das Museum Lichtenberg die Fotoausstellung „Nie wieder ist jetzt“ der Fotografin Marlene Gawrisch. Weitere Infos hier.
Die VVN-BdA Lichtenberg möchte am 27. Januar mit einer Kundgebung am Loeperplatz ab 17:00 Uhr der Opfer des deutschen Faschismus gedenken und bittet darum, Blumen mitzubringen. Weitere Infos hier.

Am 28. Januar wird im Buchlanden OrankeBuch in der Konrad-Wolf-Str. 28 ab 18:00 Uhr aus Biographien von Opfern der Shoah vorgelesen. Der Eintritt ist frei. Wer sich einen Platz sichern möchte, meldet sich auf Instagram bei @Orankebuch an. Spontan vorbeikommen geht aber auch.
Marzahn-Hellersdorf:
Am 27. Januar wird eine Gedenkveranstaltung um 12:30 Uhr an der Open-Air-Ausstellung der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn (Otto-Rosenberg-Straße 1) organisiert. Die Kranzniederlegung wird mit Grußworten und musikalisch umrahmt. Die Gedenkstunde wird von der Gedenkstätte sowie vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Kreisverband Ost organisiert. Weitere Infos hier.
Schon am 24. Januar veranstaltet das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf mit den demokratischen Parteien im Bezirk ein stilles Gedenken an mehreren Orten. Das Bündnis schreibt dazu: „Wir nehmen unsere historische Verantwortung für die Verbrechen des NS-Regimes wahr. Gleichzeitig schauen wir weiterhin mit Sorge auf die kontinuierlich wachsenden extrem rechten Aktivitäten in Marzahn-Hellersdorf und die weltweiten Wahlerfolge von teils extrem rechten Parteien.“ Es sind insgesamt 7 Gedenkstationen:
Station 1 um 10:00: Poelchaustele (Poelchaustraße Ecke Märkische Allee)
Station 2 um 14:00 Uhr: Gedenktafel am Haus der ehem. Praxis von Dr. Philippsthal (Oberfeldstraße 10)
Station 3 um 10:00 Uhr: Stolpersteine der Familie Guthmann (Friedhofseingang Lemkestraße 156)
Station 4 um 12:00 Uhr: Charlotte von Mahlsdorf am Gutshaus Mahlsdorf (Hultschiner Damm 333)
Station 5 um 11:00 Uhr:Heinrich-Grüber-Gedenktafel an der Dorfkirche Kaulsdorf (Gelände der Evangelischen Kirchengemeinde Kaulsdorf, Dorfstraße 10)
Station 6 um 14:00 Uhr: Gedenktafel für die Opfer der Euthanasie an der Krankenhauskirche im Wuhlgarten (Brebacher Weg 15)
Station 7 um 11:00 Uhr: Gedenkort „Zwangsarbeiterlager Kaulsdorfer Str. 90“ (Durchgang Kaulsdorfer Straße 90)
Weitere Infos hier.

Mitte:
Bereits am 26. Januar finden sich unter anderem AMCHA Deutschland, die Synagoge Fraenkelufer, das Anne Frank Zentrum, unsere Partner*innen von Gesicht Zeigen! und unser Trägerverein für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) e.V. am Denkmal für die ermordeten Juden Europas ein. Von 17:00 bis 17:30 Uhr werden an der Cora-Berliner-Straße, Ecke Behrenstraße Kerzen angezündet. Weitere Infos hier.

Am Gedenkort Güterbahnhof Moabit findet am 27. Januar um 14:00 Uhr eine Veranstaltung statt. Neben Musik und Ansprachen gibt es eine Lesung der AG Erinnern der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule in Kooperation mit dem Verein Tanz Theater Dialoge. Vom Güterbahnhof Berlin-Moabit aus wurden tausende Berliner Jüdinnen und Juden deportiert, entrechtet und ermordet. Der Zugang zum Gedenkort befindet sich neben der Ellen-Epstein-Straße 1 oder der Quitzowstraße 23. Weitere Infos hier.
Am Denkmal „Der verlassene Raum“ auf dem Koppenplatz werden am 27. Januar um 18:30 Uhr Kerzen und Blumen niedergelegt. Der Aufruf kommt von der SPD Rosenthaler Vorstadt, vor Ort wird es eine Ansprache von Pasha Lyubarsky, Vorstandsvorsitzender der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel (KAJ), geben. Das Denkmal nahe der Linienstraße zeigt einen Tisch und zwei Stühle und soll an die Deportation der Jüdinnen und Juden aus Berlin in die Vernichtungslager erinnern.
Anlässlich des Gedenktages bietet das Anne Frank Zentrum bereits am 24. Januar in der Rosenthaler Str. 39 eine öffentliche Familienführung durch die Ausstellung „Alles über Anne“ an. Beginn der einstündigen Tour ist 14:00 Uhr. Näheres hier.
Der Eintritt in das Deutsche Historische Museum ist am 27. Januar frei. Das DHM organisiert darüber hinaus eine Themenführung durch Ausstellung „Roads not Taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können“ an. Hier wird der „Zivilisationsbruch“ des NS-Völkermords beleuchtet. Im Fokus steht die Verfolgungspraxis sowie deren Verbindung zum Kriegsverlauf und zur NS-Ideologie. Die Ausstellung findet sich im Pei-Bau, Unter den Linden 2. Los geht’s um 14:00 Uhr, die Anmeldung erfolgt vor Ort an der Kasse. Die Platzzahl ist begrenzt. Weitere Infos hier.
Die Französiche Kirche am Gendarmenmarkt 5 lädt am 27. Januar um 19:00 Uhr zum Gedenkgottesdienst ein. Verantwortet wird er von Aktion Sühnezeichen Freidensdienste gemeinsam mit der Evangelischen Akademie zu Berlin. Diese Infos auch hier.
Das Maxim Gorki Theater empfängt Gäste zur szenischen Einrichtung „LEBEN NACH DEM ÜBERLEBEN“ in Kooperation mit AMCHA Deutschland e.V.. AMCHA wurde 1987 von Holocaust-Überlebenden für Holocaust-Überlebende gegründet. Start des Abends am 27. Januar ist um 20:30 Uhr im Studio Я Hinter dem Gießhaus 2. Es werden Bilder und Zitate aus dem titelgebenden Buch von Überlebenden aus Israel und Deutschland gezeigt. Weitere Infos und Tickets hier.
In der GLS Bank (Schumannstr. 10) wird um 19:00 Uhr das Theaterstück „ZweitZeuge – Opa war ein Nazi“ mit der Lesung aus einem Roman verbunden. Der Eintritt ist frei. Näheres hier.
Neukölln:
Die Initiative Hufeisern gegen Rechts aus dem Neuköllner Ortsteil Britz veranstaltet am Abend des 30. Januar eine Diskussion mit dem Titel „Antisemitismus – ein Angriff auf uns alle!”. Eingeladen dazu ist die Politikwissenschaftlerin Lisa Leichthammer. Der Abend dreht sich um die Kontinuität von antisemitischer Gewalt, von den Pogromen seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum jüngsten massaker von Sydney. Los geht es um 18:00 Uhr in den Räumen des Britzer Bürgervereins e.V. (Diakoniehaus Britz, Buschkrugallee 131).
Pankow:
In Pankow kommen auch 2026 viele Akteur*innen für die Lichterkette vor dem ehemaligen Jüdischen Waisenhaus in der Berliner Str. 121 (Ecke Breite Str.) zusammen. Bei der 27. Auflage der Lichterkette werden um 18:00 Uhr u.a. Redebeiträge der Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch, von Klaus Lederer (MdA) für die VVN-BdA sowie von Vertreter*innen der Studierendengruppe Tacheles an der Freien Universität Berlin und des Berliner Ablegers der sozialistisch-zionistischen Jugendorganisation Hashomer Hatzair erwartet. Im Anschluss um 19:00 Uhr findet eine Andacht in der Alten Pfarrkirche Pankow in der Breiten Str. 37 statt. Weitere Infos zum Abend in Pankow hier.

Im Ortsteil Buch wird von 15:00 bis 16:00 Uhr eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Krankenmorde während des Nationalsozialismus in Berlin-Buch organisiert. Azubis der Akademie der Gesundheit laden dazu in den Raum 031 der Akademie ein. Neben Redebeiträgen, einer Schweigeminute und Kranzniederlegung sowie einem Spaziergang zu Denkmälern auf dem Gelände wird aus Tagebüchern und Patient*innenbriefen gelesen.
Reinickendorf:
Das Bündnis Reinickendorf gegen Rechts lädt um 16:15 Uhr zum Gedenkort Eichborndamm (Eichborndamm 238-240) ein. Hier stand die „Nervenklinik Am Wiesengrund“, in der 175 Kinder aus rassenideologischen Gründen weggesperrt und gequält wurden. 81 von ihnen wurden ermordet. Reinickendorf gegen Rechts schreibt dazu: „Unsere Veranstaltung findet im Gegensatz zur offiziellen Veranstaltung [der BVV, Anm. d. Red.] ohne Beteiligung der AfD statt. Damit möchten wir ein klares Zeichen gegen die AfD und ihre menschenverachtenden Einstellungen setzen. Die AfD vertritt offen Positionen, die Menschen mit Einschränkungen klar ausgrenzen und verachten.“
Spandau:
In der Stiftskirche des Evangelischen Johannesstift (Schönwalder Allee 26) findet um 17:00 Uhr eine Andacht im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Vorbereitet wird sie von Kindern und Jugendlichen. Weitere Infos hier.
Auch in der Gnadenkirche wird mit einem Gottesdienst an die Opfer der Shoa erinnert, und zwar am 25. Januar um 11:00 Uhr. Die Kirche der Spandauer Weinbergkirchengemeinde befindet sich in der Jaczostr. 52.
Steglitz-Zehlendorf:
Die AG Stolpersteine unserer Partner*innenorganisation Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg–schlesische Oberlausitz lädt Mitarbeitende und interessierte Nachbar*innen zu einem Spaziergang ein. Dabei soll den Opfern des Nationalsozialismus in direkter Umgebung des Hauses der Diakonie gedacht werden. Das Haus befindet sich in der Paulsenstraße 55-56, hier ist Start- und Endpunkt des Spaziergang, der von 16:30 bis 17:30 Uhr dauert. Direkt am Haus der Diakonie erinnern fünf Stolpersteine an die jüdischen Familien Berger und Schinder, die genau dort ihren letzten selbst gewählten Wohnort hatten. Außerdem wird an Felix Abraham und die Familie Alexander erinnert, die ebenfalls ermordet wurden und in der Nähe lebten. Infos, Einladung und Ablauf hier.
Die BVV und das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf treffen sich um 15:00 Uhr zur Kranzniederlegung am Mahnmal auf dem Gelände des ehemaligen Außenlagers des Konzentrationslagers Sachsenhausen (Wismarer Straße/Eugen-Kleine-Brücke) ein. Um 16:00 Uhr erfolgt dann die nächste Kranzniederlegung an der Spiegelwand auf dem Hermann-Ehlers-Platz. Weitere Infos hier.
In der Dahlemer St. Annen-Kirche in der Königin-Luise-Str. Ecke Pacelliallee findet von 18:00 bis 18:40 Uhr eine Andacht der Ev. Kirchengemeinde Dahlem statt. Weitere Infos hier.
Im Großen Salon der Schwartzschen Villa (Grunewaldstr. 55) veranstaltet der Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf ab 19:00 Uhr ein Konzert mit jiddischer Musik. Der Eintritt ist frei, kostenlose Eintrittkarten und nähere Infos zu den Musikern gibt es hier.
Tempelhof-Schöneberg:
Berlins Queerbeauftragter, Alfonso Pantisano, lädt um 18:00 Uhr zum stillen Gedenken an die Gedenktafel „Rosa Winkel“ am U-Bahnhof Nollendorfplatz ein. Queere Communities sollen hier gemeinsam an die queeren Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes erinnern können. Alle sind herzlich eingeladen – auch, Blumen, Kränze oder Kerzen mitzubringen. Mehr Infos hier bei Instagram.
Der Beauftragte gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus des Bezirks Tempelhof-Schöneberg organisiert am 28. Januar die Vortragsveranstaltung „Alltag und Öffentlichkeit der Shoah. Gestapo-Sammellager und “Judendeportationen” aus Berlin“. Aus dem Sammellager deportierten heute kaum bekannte und nach 1945 straffrei gebliebene Angehörige des “Judenreferates” der Berliner Gestapo über 56.000 als Juden verfolgte Personen jeden Alters in Ghettos, Zwangslager und an Orte von Massenerschießungen. Der Historiker Dr. Philipp Dinkelaker wirft im Vortrag sowohl Licht auf die Opfer und ihre Widerstandsstrategien, als auch auf die Täter mit ihren Handlungsräumen. Im besonderen Fokus soll die ambivalente Rolle der Berliner Bevölkerung im öffentlich wahrnehmbaren Deportationsgeschehen stehen. Der Vortrag beginnt um 18:00 Uhr im Theodor-Heuss-Saal im Rathaus Schöneberg (Raum 2107/2108), John-F.-Kennedy-Platz 1. Eintritt frei. Weitere Infos hier.
Treptow-Köpenick
Die VVN-BdA Köpenick e.V. lädt zur Erinnerungsveranstaltung ab 17:00 Uhr ein. Auf dem Platz des 23. April gibt es ein kurzes Gedenken und die Möglichkeit, Blumen und Kränze niederzulegen. Im Anschluss wird im HDJK (Café Köpenick, Seelenbinderstraße 54) um 18:00 Uhr der Film „Ein Pionier des Antifaschismus“ gezeigt. In dem biographischen Interview kommt Walter Sack zu Wort, Widerstandskämpfer und ehemaliger Bürgermeister Treptows. Zum Film gibt es Suppe. Näheres zum Film und der Veranstaltung hier.
In der Greifstr. 16 in Johannisthal werden bereits am 23. Januar um 15:00 Uhr Stolpersteine für die Familie Levi verlegt. Es wird die 8. Verlegung von Stolpersteinen der Stolperstein-Initiative vom Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Treptow e.V. (BdA), diesmal begleitet von Schüler*innen des Gebrüder-Mongolfier-Gymnasiums. Mehr über die Gedenksteine und die Schicksale dahinter hier.
Die bezirkliche Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche Juni 1933 lädt um 18:00 Uhr zur Öffentlichen Führung ein. Die Gedenkstätte erinnert an die Verhaftungs- und Gewaltwelle der Nationalsozialisten im Jahr 1933, die als „Köpenicker Blutwoche“ bekannt wurde. Weitere Infos zum Ort hier.
Auf dem Evangelischen Friedhof Altglienicke (Am Alten Friedhof 50) findet von 17:00 bis 18:00 Uhr eine Gedenkstunde statt. Die einladende Pfarrei St. Josef bittet darum, Kerzen und Grablichte mitzubringen. Infos auch hier.
Veranstaltungen um Berlin am 27. Januar:
Auch in Brandenburg finden am Gedenktag zahlreiche Veranstaltungen statt, die man von Berlin aus besuchen kann. Wir haben einige davon zusammengestellt:
In Bergfelde (Hohen Neuendorf) findet ab 17:30 Uhr eine Gedenkveranstaltung an einem Stolperstein in der Wandlitzer Straße 11 statt. Anschließend trifft man sich ab 19:00 Uhr im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Bergfelde in der Herthastraße 64, um an die Opfer des Nationalsozialismus aus Hohen Neuendorf zu erinnern. Der Abend wird mit dem Geschichtskreis Hohen Neuendorf und Schüler*innen des Marie-Curie Gymnasiums gestaltet, die im Rahmen der Projektwoche die Biografien der Menschen hinter den Stolpersteinen erarbeiten. Die musikalische Umrahmung des Abends übernimmt Cornelia Ottinger mit dem Saxophon. Mehr Infos hier.
In Brandenburg (Havel) findet ab 16:00 Uhr am Gedenkort der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde (Nicolaiplatz 28, 14770 Brandenburg an der Havel) eine Gedenkveranstaltung statt. Im Anschluss um 17 Uhr wird die Wanderausstellung „Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus”, ergänzt um einen Sonderteil zum frühen Konzentrationslager Brandenburg, eröffnet. Alle Infos hier.
Das „Aktionsbündnis Fehrbellin bleibt bunt” veranstaltet ab 16:30 Uhr auf dem dortigen Postplatz eine Gedenkkundgebung. Sprechen werden der Bürgermeister von Fehrbellin und Schüler*innen der Oberschule am Rhin. Mehr Infos hier.
Die Stadt Neuruppin gedenkt ab 16:00 Uhr am OdF-Denkmal (Schulplatz/Rosengarten). Dabei sind die Omas gegen Rechts, das Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt” und der Bürgermeister. Mehr Infos hier.
In Oranienburg findet am 27. Januar die jährliche Veranstaltung zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in der Gedenkstätte Sachsenhausen statt. Diese beginnt um 12.30 Uhr im Veranstaltungsraum (ehem. Häftlingswäscherei) der Gedenkstätte.
In Potsdam findet ab 19:00 Uhr zur Gedenkveranstaltung am Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Platz der Einheit in Potsdam statt. Aus dem Aufruf: „Antisemitismus, Nationalismus und Faschismus sind weiterhin präsent in unserer Gesellschaft. Es liegt an uns allen, sie zu erkennen und ihnen entschlossen entgegenzutreten. Erinnern – Gedenken – Handeln!”. Mehr Infos hier.
Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück veranstaltet ab 11:30 Uhr eine einstündige Partizipative Lesung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Gedenken und eine Führung. Eine Anmeldung ist erforderlich.