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Apr
22
So
Streitraum: NSU – Was wissen wir zum Ende des Gerichtsverfahrens? @ Schaubühne am Lehniner Platz
Apr 22 um 12:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Streitraum: NSU – Was wissen wir zum Ende des Gerichtsverfahrens?

Carolin Emcke im Gespräch mit Antonia von der Behrens (Anwältin der Nebenkläger_innen), Petra Pau (Obfrau der Linken in den NSU-Untersuchungsausschüssen des Bundestages) und Annette Ramelsberger (Gerichtsreporterin bei der Süddeutschen Zeitung)

Seit Mai 2013 verhandelt der 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts München über die Morde des NSU. Was wissen wir, fünf Jahre später, über den »Nationalsozialistischen Untergrund«, was wurde aufgeklärt, was nicht? Was für ein Bild ergibt sich aus dem Prozess, aber auch aus der Arbeit der Untersuchungsausschüsse über die rechtsextreme Szene, über ihre Unterstützer_innen und die Versäumnisse der Ermittlungsbehörden? Welche politischen, sozialen, kulturellen Instrumente der Aufklärung bräuchte es, jenseits der juristischen, damit die Geschichte des NSU auch gesellschaftlich angemessen erinnert und reflektiert wird?

ANTONIA VON DER BEHRENS (*1972) studierte Rechtswissenschaften in Freiburg und Leipzig. Von 2001 bis 2002 arbeitete sie im Bereich des Antidiskriminierungsrechts in einer New Yorker Anwaltskanzlei. Seit 2003 ist sie als niedergelassene Rechtsanwältin in Berlin im Asyl-, Aufenthalts- und Strafrecht tätig. Im sogenannten NSU-Verfahren in München vertritt sie Angehörige des in Dortmund ermordeten Mehmet Kubaşɪk.

PETRA PAU (*1963) studierte Deutsch, Kunsterziehung und Gesellschaftswissenschaften. In den 1980er Jahren arbeitete sie als Lehrerin und Pionierleiterin sowie für den Zentralrat der FDJ für moderne Freizeitpädagogik. 1990 wurde sie für die PDS Bezirksverordnete in Berlin-Hellersdorf, 1995 errang sie ein Direktmandat für das Berliner Abgeordnetenhaus. Zwischen 1998 und 2017 gewann sie sechs Direktmandate für den Deutschen Bundestag und wurde zwischen 2006 und 2017 viermal zur Vizepräsidentin des Bundestages gewählt. Von 2005 bis 2009 war die Innenpolitikerin für DIE LINKE stellvertretendes Mitglied im BND-Untersuchungsausschuss, anschließend vertrat sie die Fraktion acht Jahre lang als Obfrau in den NSU-Untersuchungsausschüssen.

ANNETTE RAMELSBERGER (*1960) besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und studierte Politik, Recht und Journalismus. Für die Nachrichtenagentur Associated Press war sie von 1988 an Korrespondentin in Ost-Berlin und berichtete über den Fall der Mauer und den Untergang der DDR. Sie schrieb für die Berliner Zeitung und das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Seit 20 Jahren arbeitet sie als politische Reporterin für die Süddeutsche Zeitung in München und Berlin. Als Gerichtsreporterin der SZ hat sie den NSU-Prozess vom ersten Tag an verfolgt.

Apr
25
Mi
Verbrannte Dörfer im Osten Europas @ Haus der Demokratie und Menschenrechte
Apr 25 um 18:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Verbrannte Dörfer im Osten Europas

Vergessene Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges

Am 22. März 1943 wurden 149 BewohnerInnen des Dorfes Chatyn bei Minsk von einer SS-Einheit in einer Scheune zusammengetrieben und ermordet. Der Name Chatyn und das Datum seiner Zerstörung stehen heute stellvertretend für tausende im Zusammenhang mit dem deutschen Vernichtungskrieg vor allem in Belarus „verbrannte Dörfer“. Auch im besetzten Polen und der Ukraine wurden hunderte Dörfer von Wehrmacht, SS und Polizei zerstört.

2018 jährt sich das Datum der Zerstörung Chatyns zum 75. Mal. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, diesem Komplex nationalsozialistischer Verbrechen einen größeren Platz im öffentlichen Bewusstsein einzuräumen. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, weitere Möglichkeiten der Erweiterung des Gedenkens an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu diskutieren.

Es diskutieren:

Natalja Kyrillova, Historikerin und ehem. Leiterin der Gedenkstätte Chatyn

Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt, Touro College Berlin

Moderation: Dr. Peter Jahn, Historiker und ehemaliger Leiter des Deutsch-Russischen Museums Karlshorst

Und am 26. Juni 2018 um 18 Uhr:
Die „vergessenen“ Opfer des Nationalsozialismus – Wie erinnern?

Das Projekt „Erinnerung Bewahren“ der Stiftung Denkmal und die Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-„Lebensraum“-Politik stellen ihre Denkmal-Projekte vor und diskutieren mit Berliner Studierenden über Konzeptionen einer zeitgemäßen Erinnerungskultur.

Podiumsdiskussion im Ort der Information der Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas (Georgenstraße 23, 10117 Berlin).

Wir bitten um Anmeldung unter: info@gedenkort-lebensraumpolitik.de

Die Veranstaltungen werden gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

© Foto Nadine Klomke

Veranstalter: KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion

Apr
30
Mo
Das Heimatkleid @ GRIPS Podewil
Apr 30 um 19:30

Informationen der Veranstalter_innen:

Das Heimatkleid

von Kirsten Fuchs
  • Als Claire in den Modeblog ihrer Schwester einsteigt und ein Interview mit der Gründerin eines neuen Labels macht, kommt es zu einem politischen Eklat, und sie gerät mehr und mehr in den Dunstkreis rechtspopulistischer Akteure und Gedanken.
    Autorin Kirsten Fuchs beschreibt in diesem konzentrierten Monolog die Wirkung rechter Parolen. Sie lotet mit ihrer Protagonistin Claire die Grenzen von Toleranz und Meinungsfreiheit aus und deckt die Menschenverachtung hinter harmlos klingenden Aussagen auf. Katja Hiller spielt nicht nur die politisch unbedarfte Modebloggerin Claire, sondern auch die Blickwinkel ihrer Nachbarn mit. Sie lädt das Publikum ein zu einer riskanten Achterbahnfahrt der Gefühle und Argumente und führt uns mitten in die Geschichte einer Radikalisierung und deren Folgen.
Mai
2
Mi
Gedenkveranstaltung 85. Jahrestag Erstürmung der Gewerkschaftshäuser @ IG BCE Landesbezirks Nordost
Mai 2 um 13:30

Infromationen der Veranstalter_innen:

2. Mai 1933: Die Zerschlagung der freien Gewerkschaften

2018 jährt sich die Zerschlagung der deutschen Arbeiterbewegung durch die Nationalsozialisten zum 85. Mal.

Am 2. Mai 1933 stürmten die Nationalsozialisten in Berlin und ganz Deutschland die Gewerkschaftshäuser.

Nachdem die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergriffen hatten, begannen sie umgehend mit dem Umbau des Staates. Systematisch bereiteten sie Massenmord und Angriffskrieg vor. Erst warfen sie die Kommunisten und Sozialdemokraten in die Gefängnisse und die ersten KZs, dann beseitigten sie mit der so genannten Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat sowie dem Ermächtigungsgesetz die demokratische Staatsordnung der Weimarer Republik.

Das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums markiert die erste Etappe der organisierten Judenverfolgung. Mit der Zerschlagung der freien Gewerkschaften am 2. Mai 1933 zerstörten die Nazis eines der letzten Bollwerke, das ihrer absoluten Machtergreifung noch hätte im Weg stehen können.

Wir gedenken dieses unrühmlichen Tages am früheren Sitz des ADGB und laden Euch dazu herzlich ein.

Gedenkveranstaltung 85. Jahrestag Erstürmung der Gewerkschaftshäuser

2. Mai 2018, IG BCE Landesbezirks Nordost, Inselstraße 6, 10179 Berlin

13:30 Uhr

  • Begrüßung Christian Hoßbach DGB Bezirksvorsitzender Berlin Brandenburg
  • Grußwort Annelie Buntenbach, DGB-Geschäftsführender Bundesvorstand

Input: Das Verbot der Gewerkschaften 1933 und Erstürmung der Gewerkschaftshäuser am 2. Mai 1933.
Dr. Stefan Heinz, Freie Universität Berlin

Eröffnung und Führung durch die Ausstellung

„Für eine starke Republik! Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924-1933“

 

14:30 Uhr

Austausch bei Kaffee und Kuchen

 

Der DGB erinnert mit einer Themenwebseite an die Zerschlagung der freien Arbeiterbewegung:
www.zerschlagung-gewerkschaften1933.de

 

Das Heimatkleid @ GRIPS Podewil
Mai 2 um 18:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Das Heimatkleid

von Kirsten Fuchs
  • Als Claire in den Modeblog ihrer Schwester einsteigt und ein Interview mit der Gründerin eines neuen Labels macht, kommt es zu einem politischen Eklat, und sie gerät mehr und mehr in den Dunstkreis rechtspopulistischer Akteure und Gedanken.
    Autorin Kirsten Fuchs beschreibt in diesem konzentrierten Monolog die Wirkung rechter Parolen. Sie lotet mit ihrer Protagonistin Claire die Grenzen von Toleranz und Meinungsfreiheit aus und deckt die Menschenverachtung hinter harmlos klingenden Aussagen auf. Katja Hiller spielt nicht nur die politisch unbedarfte Modebloggerin Claire, sondern auch die Blickwinkel ihrer Nachbarn mit. Sie lädt das Publikum ein zu einer riskanten Achterbahnfahrt der Gefühle und Argumente und führt uns mitten in die Geschichte einer Radikalisierung und deren Folgen.
Mai
5
Sa
Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander – gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit @ Spandauer Markt
Mai 5 um 11:00 – 12:00

Informationen der Veranstalter_innen:

Jeden ersten Samstag im Monat…

Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander –
gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

An jedem ersten Sonnabend im Monat von 11-12 Uhr  stehen Menschen auf dem Spandauer Markt ein für Toleranz und ein friedliches Miteinander, gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Sie suchen das Gespräch, parieren kritische Fragen und mahnen „Flüchtlinge willkommen heißen“!

Kommen Sie auch!