Kundgebung von Rechtsextremen im Regierungsviertel

Samstag, 04.07.2020, 14.00 Uhr, Bundeskanzleramt - Der rechtsextreme Nikolai Nerling hat erneut eine Kundgebung in Berlin-Mitte angemeldet.

Der als „Volkslehrer“ bekannte Rechtsextremist Nikolai Nerling mobilisiert unter dem Motto „Für Deutsche Kultur in Deutschland“ zu einer Kundgebung von 14.00 – 17.00 Uhr vor dem Bundeskanzleramt (Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin). Schon im letzten Jahr fanden mehrere dieser Veranstaltungen in Berlin und Dresden statt. Insbesondere die rechtsextreme Versammlung am 14.07.2019 am Breitscheidplatz wurden mit lautstarkem Gegenprotest konfrontiert. An einer Kundgebung der Omas gegen Rechts Berlin nahmen im letzten Jahr etwa 250 Personen teil.

Nerling versucht schon länger ein Kundgebungsformat zu etablieren, in dem neben Redebeiträgen insbesondere „Tanz und Gesang“ im Mittelpunkt stehen. Dabei treten häufig verurteilte Holocaustleugner sowie Neonazis auf und es werden antisemitische und volksverhetzende Inhalte transportiert. Erst im März diesen Jahres wurde eine Anmeldung von Nerling für eine gleichlautende Kundgebung in Nürnberg von den dortigen Behörden verboten.

Nach Einschätzung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin – MBR sind auch am Samstag in Berlin Rechtsextreme und Holocaustleugner zu erwarten:

Auch diesmal ist mit der Teilnahme verschiedener rechtsextremer Akteure zu rechnen.

Der ehemalige Berliner Grundschullehrer Nikolai Nerling fiel bereits 2016 mit einem antisemitischen Plakat auf, in dem der Holocaust als „eine Geschichte voller Lügen“ bezeichnet und der Shoa-Leugner Horst Mahler zitiert wurde. Seitdem tauchte Nerling regelmäßig in rechtsextremen Zusammenhängen auf und berichtete für seinen Videokanal „Der Volkslehrer“ von entsprechenden Veranstaltungen oder führte Interviews mit entsprechenden Protagonisten durch.

Informationen über angemeldeten Gegenprotest liegen bisher nicht vor.

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