Kinoveranstaltung des VVN BDA: „Auf der Suche nach Fritz Kann“

Wann:
14. Januar 2023 um 15:00 – 17:00
2023-01-14T15:00:00+01:00
2023-01-14T17:00:00+01:00
Wo:
fsk-Kino
Segitzdamm 2 (Am Oranienplatz)
Die Basisorganisation Friedrichshain-Kreuzberg der VVN BdA lädt ein:
„AUF DER SUCHE NACH FRITZ KANN”
Samstag 14. Januar von 15:00 – 17:00
fsk-Kino, Kreuzberg, Segitzdamm 2 (Am Oranienplatz)
Ein Film von Marcel Kolvenbach
Deutschland, Polen, Argentinien 2022 – 90 min – OmU
Der Regisseur Marcel Kolvenbach und weitere Protagonisten des Filmes werden anwesend sein.
Ein Film über 3 Generationen Schweigen und das Erinnern heute.
Marcel Kolvenbach folgt in seinem Film den Spuren des ersten Mannes seiner Großmutter: des Juden Fritz Kann. Dieser wurde 1942 – genau 9 Monate vor der Geburt des Vaters des Filmemachers – deportiert und in Izbica von den Nazis ermordet. Ist Marcel Kolvenbach der Enkel von Fritz Kann oder verdankt er seine Existenz dem Umstand, dass Fritz Kann deportiert und ermordet wurde?
Über Fritz Kann herrschte lange Zeit schweigen in der Familie, kein einziges Foto verriet seine Existenz. Die Frage danach, wer Fitz Kann war, beschäftigt den Regisseur, seit er vor vielen Jahren in alten Familiendokumenten auf dessen Unterschrift stieß. Die letzte Lebensspur von Fritz Kann. Die Suche nach dem Deportierten führt uns von einem ehemaligen Schlachthof in Düsseldorf auf eine Reise über Polen nach Argentinien und zurück, nach Ost-Berlin. In dieser Zeit der Suche kreuzen sich die Wege von Marcel Kolvenbach mit den Wegen anderer Suchender. Im Zentrum stehen die Begegnungen mit Zeitzeugen, Nachkommen und Historikern. Die Choreografie der israelischen Tänzerin Reut Shemesh schafft einen imaginären Raum, der die Lücken in der Familiengeschichte neu interpretiert. Schließlich trifft der Filmemacher auf Familienangehörige von Fritz Kann. Wird sich die ursprüngliche Frage seiner eigenen Herkunft mit Hilfe der Familienerzählungen der Familie von Fritz Kann beantworten lassen?
AUF DER SUCHE NACH FRITZ KANN ist ein Film über Erinnerung heute und Erinnerung als aktive Entscheidung – in Zeiten des wachsenden Antisemitismus in Europa.