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Veranstaltung mit dem GRIPS Theater in Erinnerung an Reichspogromnacht am 08.11.2016: Theaterstück „Kriegerin“ und Podiumsdiskussion „Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus 78 Jahre danach“

Am 08. November führt das GRIPS Theater das Stück "Kriegerin" in ihrer Spielstätte am Hansaplatz auf. Anschließend lädt es gemeinsam mit Berlin gegen Nazis zu einer Podiumsdiskussion anlässlich des Jahrestages der Novemberpogrome von 1938 ein.

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Am 09. November 1938 kam es im nationalsozialistischen Deutschland zu tagelangen Angriffen auf Jüdinnen und Juden. Die Podiumsveranstaltung im GRIPS Theater steht deshalb unter dem Titel „Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus 78 Jahre danach“ und versucht, einen Bogen vom historischen 9. November 1938 zu aktuellen Bezügen bis hin zum NSU-Prozess zu spannen.

Sabine Hammer von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) wird dabei über Rechtsextremismus in Berlin sprechen, Benjamin Steinitz von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) wird die neuesten Zahlen antisemitischer Vorfälle und Straftaten darlegen und Ayşe Demir vom Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) wird aus ihrer Sicht die Ergebnisse des NSU-Prozesses kommentieren. Darüber hinaus wird Esther Agricola, Hauptdarstellerin in „Kriegerin“, an der Diskussion teilnehmen. Die Veranstaltung wird von Wiebke Hagemeier, Theaterpädagogin am GRIPS Theater, moderiert.

Die Veranstaltung beginnt mit der Aufführung des Stücks „Kriegerin“ nach dem Film von David Wnendt in der Bühnenfassung von Tina Müller. Dazu veröffentlichte das GRIPS Theater folgende Ankündigung:

Jana, Olek und Meret haben neuerdings einen Ort weniger für ihre geliebten Parkourläufe, denn die leerstehende Schule neben ihrem Treffpunkt wird Unterkunft für Geflüchtete. Als sie sich wie immer an Wardas Imbiss treffen, tauchen plötzlich Neonazis auf, pöbeln und verprügeln den Schwächsten brutal. In den folgenden Tagen machen sich bei Jana und ihren Freunden Angst und Sprachlosigkeit breit. Die junge, hasserfüllte Neonazibraut Marisa ist stolz auf ihre Leute! Aber dann drängt die 14jährige Svenja in die Kameradschaft und schlimmer noch: Der junge Geflüchtete Rasul und sein Bruder Jamil leben seit kurzem in der neuen Unterkunft und tauchen ausgerechnet in ‚ihrem‘ Supermarkt auf. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Zwischen Gewalt, dumpfen Parolen und einer menschlichen Begegnung gerät Marisas Weltbild ins Wanken.

Während Rasul eine neue Heimat sucht, treffen Jana, Olek und Meret eine Entscheidung. – Und Marisa verlässt alte Strukturen. Doch der Weg raus kostet mehr als sie ahnt.

Die mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis bedachte junge Autorin Tina Müller bearbeitet David Wnendts rasanten Kinostoff provozierend, mitreißend und doch sensibel.

Weitere Informationen:

  • Veranstaltungsbeginn: 08.11.2016, 18.00 Uhr
  • Veranstaltungort: GRIPS Theater,
  • Tickets: Online kaufen über Website des Grips Theaters (Preis: 18,00 Euro, ermäßig 11,00 Euro)

Titelfoto: © David Baltzer / www.bildbuehne.de

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